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Bei Assmannshausen.

Bewertung

Rheinsteig 17. Etappe Lorch - Rüdesheim (Nord-Süd)

Details

Sven Haase

24.07.2017 · Community
Heute wanderten ich und meine Frau eine Rundstrecke, man kann sagen den "Niederwald-Rundweg". Nach Parken nahe des Bahnhofs Assmanshausen wanderten wir zunächst zur Talstation des Sessellifts und holten uns den dort erhältlichen Stempel "Höllenberg" für unseren Stempelpass, Anschließend kürzten wir lax den Aufstieg ab (1,8 km bergauf zur Bergstation) und genossen das Bergauf mit dem Sessellift (5,5 € pP). Dort oben wanderten wir dann zunächst entlang des Rheinsteigs - eine Genusstour. Oben an der Bergstation fotografierten wir weiße, schwarze und gefleckte Damhirsche in deren Wildgehege. Wir umkurvten das Jagdschloss Niederwald. Der Rheinsteig führte durch den herrlichen Niederwald. Es war schon Nachmittag - den Morgen hatte es bis ca. 11.30 Uhr geregnet, entsprechend spät begann auch unsere Tour. Im Niederwald kamen wir an einen künstlich angelegten Tunnel - ein Relikt noch aus Zeiten des Schlosserbauers. Wir durchquerten diesen mit Hilfe unserer Smartphone-Taschenlampe und gelangten zu einem runden pagodenartigen Häusschen. Von dort hatten wir eine schöne Aussicht auf Burg Rheinstein. Weter führte der Weg zur Ruine des Rittersaals, einer Aussichtserrasse mit tollem Blick auf die Burgen Rheinstein, Reichenstein und Assmannshausen - nicht auslassen, ein Muss dieser Etappe. Weiter gelangt man zur künstlichen Ruine Rossel - einer mittelalterlichen Höhenburg sehr ähnlich, aber doch eine Idee der Parkgestalter in der Zeit der Neoromantik. Auch von hier bieten sich herrliche Aussichten auf Binger Loch, Bingen, Nahemündung, Burg Ehrenfels und Mäuseturm. Weiter wanderten wir zum Niederwalddenkmal. Dieses ist bekannt und entsprechend von Touristen frequentiert samt Restaurant, Verkaufsbude und Bergstation der Gondelbahn nach Rüdesheim. Wer hier den Rheinsteigstempel "Niederwalddenkmal" für den Stempelpass erwartet, wird enttäuscht. Diesen gibt es nur in gewissen Hotels in Rüdesheim und man muss dafür in den Ort absteigen (zB Touristinfo oder Hotel Rüdesheimer Schloss in der Drosselgasse). Jedoch führte unser Weg bereits gestern dorthin und heute wollten wir eine Alternative nach Assmannshausen zurückwandern. Vom Niederwalddenkmal führte der Wanderweg "H7" dorthin zurück - auch dieser lohnt sich. Er führt durch die tiefergelegenen Weinberge mit Möglichkeit eines Abstechers zur Burg Ehrenfels. Gerade dort überraschte uns ein Gewitterschauer, aber wir fanden trockenen Unterstand in einer nahegelegenen Weinbergshütte. An einem Ziegengehege vorbei und etwas durch den Wald mit weiter herrlichen Aussichten erreichten wir dann bald wieder Assmannshausen. Insgesamt waren es 8,66 km an diesem Tag (mit den ausgelassenen 1,8 km Aufstieg über den Rheinsteig zum Niederwald wären es 10,5 km gewesen). Wir kehrten nochmals zu einem Kaffee in der Bauernschänke ein. Insgesamt war es zwar ein verregneter Tag. Doch wir schafften es trocken zu bleiben und immer rechtzeitig Unterstand zu finden.
Gemacht am 24.07.2017

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