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Römerpfad Umleitung bis Ende 2022

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Thomas Fickinger 

15.12.2020 · Community
Der Römerpfad ist einer der ältesten Premium-Wanderwege in der Region Trier. Er steht für sich alleine, ist also keine Traumschleife oder ein Moselsteig-Seitensprung. Er verläuft zwischen Kordel und Trier-Ehrang, rechts der Kyll, im Einzugsgebiet des Eifelsteig. Einige Kilometer verlaufen Römerpfad und die letzte Etappe Eifelsteig parallel. Idealerweise startet man unterhalb der Burg Ramstein, dort befindet sich ein Wanderparkplatz. Von dort geht es gleich hinein ins Butzerbachtal. Dieser Abschnitt ist ziemlich bekannt und von daher bei gutem Wetter entsprechend begangen. Highlights im Tal sind neben vielen kleinen Kaskaden, zwei kurze Hängebrücken. Vor einigen Jahren wurden die Wege im Bachtal neu präpariert: es wurden Treppen und Stege neu gesetzt und die Hängebrücken ausgetauscht. Das war eine unglaubliche Arbeit, da das Tal nur sehr schwer erreichbar ist. Jedes Mal wenn ich dort durchwandere habe ich großen Respekt vor der Arbeit und den ehrenamtlichen Helfern, die den Weg in Schuss halten. Nach dem Ausstieg aus dem Tal geht es vorbei an einem ehemaligen Kupferbergwerk, aus dem Steine u.a. für den Bau der Porta Nigra verwendet wurden, hinauf auf die Höhe nahe Butzweiler. Dieser Anstieg hat es in sich. Hinter der Römischen Langmauer gibt es einen fantastischen Ausblick, in Richtung Moseltal, auf die Höhen von Trier und weit in den Hunsrück hinein. Es folgen im Wald die Hochburg (Abstecher empfehlenswert), Genoevahöhle und Klausenhöhle (beide direkt am Weg) sowie den Felsvorsprung Geyersley (Abstecher empfehlenswert). Über das Gelände der Gaststätte "Burg Ramstein", die Burg kann bei offener Gastronomie besichtigt werden, geht es hinab ins Ziel. Der Weg ist mittelschwer einzustufen, einige schreiben leicht, das ist ist der Weg auf keinen Fall. Einige An- und Abstiege erfordern zumindest ein wenig Grundkondition. Alternativ kann man verkürzen: durch das Butzerbachtal und bis zum Kupferbergwerk, von dort der Markierung bis zur Burg Ramstein und runter zum Parkplatz folgen. Es geht überwiegend über Naturwege, mit einigen schönen, urigen Pfadabschnitten. Asphalt gibt es de facto nicht. Infotafeln sind vorhanden, wenn auch teils ein wenig in die Jahre gekommen. Auf der Höhe dürfte es durchaus die eine oder andere Orientierungsstafel zur Umgebung geben. Die Markierung ist so, wie man sie von einem Premiumweg kennt: im Prinzip unverlaufbar und "auf Sicht". Da hier einige Wanderwege verlaufen muss manchmal etwa genauer hingeschaut werden. Verlaufen ist aber fast unmöglich. Nach starken Regenfällen und bei feuchter Witterung können Passagen rutschig sein. Fazit: der Römerpfad ist ein toller Wanderweg, für Jung und Alt, gerade auch für Familien mit Kindern. Er ist allerdings auch ein stark begangener Weg, deshalb ist es trotz sehr ruhiger Lage eher selten richtig ruhig. Er ist insgesamt knapp 10 Km lang, ich empfehle aber die oben genannten Abstecher. Dadurch kommen ca. 2,4 Km hinzu, insgesamt ist der Weg also rund 12-13 Km lang.

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