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Reportage

Das vulkanische Erbe der Eifel

von Svenja Rödig  • 13.04.2018 • Reportage • Eifel
  • Luftaufnahme von Schalkenmehren im Sommer
    Luftaufnahme von Schalkenmehren im Sommer
    Foto: Joachim Jung, Eifelballooning Daun

Zwischen Aachen, Koblenz und Trier liegt die Vulkaneifel – eine geschwungene Hügellandschaft, in der acht Seen eingebettet sind. Diese Kulisse aus erloschenen Vulkanen und Maaren sowie zahllosen Mineral- und Kohlesäurequellen ist das Ergebnis einer mehr als 10.000 Jahre alten Geschichte. Gemessen an einem Menschenleben ist das eine sehr lange Zeit – gemessen am Alter unserer Erde nur ein Wimpernschlag.



Unter der Erdoberfläche brodelt es. Wo der Boden aufplatzt, speien Vulkane rote Lava, Schlacke, Asche. Jede Explosion bringt die Erde erneut zum Zittern. Zäh und glühend fließt der Lavastrom und begräbt alles Leben unter sich. Schwarzer, dichter Qualm steigt auf und verteilt sich in der Atmosphäre, bis er die Sonne verdeckt und weite Teile unseres Kontinents verdunkelt. Klingt ganz nach einem Weltuntergangsszenario oder einem Katastrophenfilm? Nicht wirklich: das alles war einst real, und es gibt einen Originalschauplatz ganz in unserer Nähe: Die Vulkaneifel.

Entstehung der Eifel

Die Entstehung der Vulkaneifel

8 Einträge |
aktualisiert 13.03.2017
Die Maare – kleine, runde Seen, die sich in ehemaligen Vulkankratern gebildet haben – liegen zwischen Aachen, Koblenz und Trier wie tiefblaue Augen in der welligen grünen Landschaft. Rundherum laden ...
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Svenja Rödig 
Outdooractive Redaktion

Am eigentlichen Start der Eifel-Erdgeschichte – vor 400 Millionen Jahren – war das heutige Europa noch von einem riesigen Ozean bedeckt. Von dieser Zeit zeugen die Reste tropischer Riffe und mächtiger Meeresablagerungen, die beispielsweise in der Gerolsteiner Kalkmulde zu finden sind.

Die Vulkanzeit vor rund 700.000 Jahren prägte die Eifel schließlich wie keine andere Epoche. An Schwachstellen der Erdkruste trat das glühend heiße Erdinnere nach außen; Vulkane formten sich. Heutzutage sind die einstigen Krater mit Wasser gefüllt. Diese sogenannten Maare erinnern an tiefblaue Augen in der grünen Eifel-Landschaft.

 

Wandertipps für Vulkaneifel-Entdecker

Die Maare können auf Spazier-, Rad- und Wanderwegen erkundet werden. An heißen Tagen eignen sich die Seen zum Baden und Bootfahren. Das Maarmuseum in Manderscheid bringt dem Besucher die Vielzahl der Eifelmaare sowie ihre große internationale Bedeutung für die Wissenschaft nahe.

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Ausflugsziele in der Vulkaneifel

Wissenswertes zur Enstehung der Vulkaneifel bieten verschiedene Museen und Informationszentren. Der Natur- und Geopark Vulkaneifel hat es sich zur Aufgabe gemacht, die nachhaltige Entwicklung der Region zu stärken: Der Fokus liegt auf dem geologischen Erbe der Landschaft, die Integrität der belebten Natur soll jedoch nicht aus dem Auge verloren werden. Im Vulkanhaus Strohn kann man die "Lavabombe" bestaunen, ein rund 120 Tonnen schweres Stück Kraterwand des nördlichen Wartgesberg-Vulkans. Und auch das Deutsche Vulkanmuseum Mendig ist einen Besuch wert.

Ist der Vulkanismus auf der Eifel Vergangenheit? Im Moment scheint es so. Die einzigen heute noch spürbaren vulkanischen Aktivitäten sind Mineralquellen und kleine Geysire. Der letzte Vulkanausbruch ist 11.000 Jahre her. Ganz unwahrscheinlich ist es jedoch nicht, dass das Erdinnere der Vulkaneifel in den nächsten Jahrtausenden wieder aus seinem Schlaf erwacht.


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Svenja Rödig 
Aktualisierung: 13.04.2018

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