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Bad Dürkheim und Wein gehören einfach zusammen – wo der Gast nicht nur im größten Weinfass der Welt regionale Spezialitäten genießen kann, ist es beinahe selbstverständlich, dass das städtische Museum zum Teil in einem ehemaligen Weingut untergebracht ist. Im früheren Besitz der Familie Catoir, Namensgeber für das gesamte Kulturzentrum in der Innenstadt, wird aber mehr als die Geschichte des Weinbaus erzählt.

Stadtmuseum

Das Stadtmuseum lädt den Besucher ein zu einer Entdeckungstour durch die wechselhafte und spannende Geschichte der Kurstadt.
Die Museumssammlung setzt sich neben einigen Ankäufen und Dauerleihgaben vor allem aus Schenkungen Bad Dürkheimer Familien zusammen und ist größtenteils Eigentum der Museumsgesellschaft. Im Jahre 1872 wurde die Museumsgesellschaft als „Alterthumsverein für den Kanton Dürkheim" gegründet. Sie war der erste örtliche Altertumsverein der Pfalz. Seit dieser Zeit sammelt der Verein bedeutende Kulturgüter aus Stadt und Region.

Dürkheimer Künstler
Im Treppenhaus des ehemaligen Weingutes werden die Werke bekannter Künstlerinnen und Künstler der Stadt und der Pfalz wie Gretel Altvater, Otto Dill, Karl Dillinger, Valentin Dirion, Gustav Ernst, Fritz Herrfurth, Charles Jobmann, Ernst Pfau, Otto Schmitt-Gross, Erich Schug, Heinrich Strieffler, Leni Strigel, Else Wernz und August Wilde in wechselnder Ausstellung gezeigt.

Archäologie
In der archäologischen Abteilung im Dachgeschoss wird die Vor- und Frühgeschichte der Dürkheimer Region von der Steinzeit bis in die fränkische Zeit dokumentiert. Voller Stolz kann die Stadt darauf verweisen, die bedeutendste archäologische Sammlung in der Pfalz nach der in Speyer zu besitzen.
Von den frühesten Siedlern am Haardtrand erzählen die ältesten Funde aus der Jungsteinzeit vor rund 6000 Jahren.
Für die Blütezeit der keltischen Epoche steht das Grab einer Keltenfürstin mit seinen reichen Goldbeigaben (Originale im Historischen Museum der Pfalz in Speyer). Luxusgüter aus Italien zeugen von weitreichenden Handelsbeziehungen vor 2500 Jahren. Ein einzigartiger Fund ist das Signalhorn von der Limburg, das bis heute der Forschung ebenso Rätsel aufgibt wie die nur wenige Jahrzehnte besiedelte Keltenstadt auf dem Kästenberg, deren einst mächtige Befestigungen bis heute „Heidenmauer“ genannt werden.
Der unter den Römern vor 2000 Jahren begründete Weinbau in großem Stil brachte Wohlstand in die ganze Region. Das tägliche Leben auf den ländlichen Prunkvillen am Annaberg und am Weilberg wird dem Besucher mit zahlreichen Funden anschaulich vor Augen geführt. In ihrer Fülle und ihrem Inhalt einzigartige Inschriften und Felszeichnungen aus dem Steinbruch Kriemhildenstuhl belegen, wie hier Baumaterial für die Prachtbauten der Hauptstadt Mogontiacum, heute Mainz gewonnen wurde. Die spätrömische Festungsanlage von Ungstein zeigt, dass auch diese Epoche nicht friedlich zu Ende ging.
Bad Dürkheims erster Graf lebte vor 1400 Jahren in Pfeffingen. In dem kleinen Weiler nahe der heutigen Stadt fand sich ein prächtiger Spangenhelm eines Gefolgsmannes von Frankenkönig Chlodwig I. Er ist ein eindrucksvoller Beleg für die herausragende Stellung, die man der Besiedlung der Region in fränkischer Zeit zumaß.

Salzige Stadtgeschichte
Die neu konzipierte stadtgeschichtliche Abteilung im ersten Obergeschoss wurde 2016 eröffnete. Weil das Salz für die Entwicklung der Stadt, und der Gradierbau (die Saline) für das Kur- und Heilwesen eine wesentliche Rolle spielte, belegen viele Exponate unsere „Salzige Stadtgeschichte". Gebrauchs- und Dekorationsgegenstände alteingesessener Bad Dürkheimer Familien erinnern an das tägliche Leben in vergangener Zeit.
Der Besucher kann hier die wechselhafte Geschichte von der ersten Nennung im Lorscher Codex bis heute mit fast allen Sinnen erfahren. In der außergewöhnlichen „Klangbox" ist man vom Dürkheimer Wasser förmlich umgeben. Man taucht in sein Licht ein, kann es rieseln sehen, kann ihm zuhören.
Weitere Hör- und Multimediastationen laden an mehreren Stellen zum Ausprobieren ein.

Burgen, Schlösser, Klöster
Die Zeitreise führt die Besucher weiter zu einer der bedeutendsten Metropolen der Salier, dem 1024 gegründeten Kloster Limburg. Vor fast 1000 Jahren – 1038 – bestimmte Kaiser Konrad II. hier, wie die Christen in aller Welt bis heute die Adventszeit begehen.
Burg, Schloss und Festung – das alles war die vor 800 Jahren von den Leiningern errichtete Hardenburg, die im Laufe ihres Bestehens zu einer der mächtigsten Burganlagen der Pfalz ausgebaut wurde. Das Ende der Leininger Herrschaft kam mit der französischen Revolution, in deren Wirren das Dürkheimer Stadtschloss zerstört wurde. An höfisches Leben erinnert der Nautiluspokal, eine kleine Kostbarkeit.

Volkskunde
Im Erdgeschoss befindet sich die volkskundliche Abteilung mit Exponaten, die zum größten Teil aus den bürgerlichen Familien der Stadt stammen.
Unter den Gebrauchs- und Ziergegenständen der Zeit des 18. bis 20. Jahrhunderts im ersten Ausstellungsraum sind besonders zu erwähnen: Fayencen und Zinngeschirre, Steingut aus Grünstadt und Neuleiningen, Puppen und Handarbeiten. 
Zur Veranschaulichung vergangener Lebensweisen sind drei Räume eingerichtet: Ein vornehmes bürgerliches Wohnzimmer aus der Zeit des 18. bis 20. Jahrhunderts, das mit Exponaten aus dem Privatbesitz der Familie Catoir die Erinnerung an die früheren Bewohner des Hauses wachhält, eine bäuerliche Wohn- und Schlafstube mit Alkoven aus der Zeit um 1800 sowie eine historische Küche.

Weinbau
Ganz im Zeichen des Weines steht die Ausstellung im Untergeschoss. Das Gewölbe des jahrhundertealten Weinkellers schafft das besondere Ambiente, in dem der Besucher Wissenswertes rund um die Weinproduktion erfährt. Wein, Sekt, Riesenfass und natürlich der Dürkheimer Wurstmarkt – das größte Weinfest der Welt mit 600-jähriger Tradition – werden nach der Eröffnung im Herbst modern und mit neuen Medien präsentiert.

Barrierefreiheit 
Das Stadtmuseum Bad Dürkheim strebt Barrierefreiheit in allen Bereichen an. Alle Ausstellungsräume sind für Besucher mit eingeschränkter Mobilität barrierefrei zugänglich; Rollatoren können ausgeliehen werden. Behindertenparkplätze stehen in 200 m Entfernung auf dem Stadtplatz zur Verfügung. 
Weitere Informationen zum Thema Barrierefreiheit finden Sie auf der Internetseite reisen-fuer-alle des Deutschen Seminares für Tourismus.

Öffnungszeiten

Heute geöffnet
Geöffnet vom 01.01.2020 bis 31.12.2020 von Di., Mi., Do., Fr., Sa. und So. 14:00–17:00 Uhr .
Dienstag bis Sonntag: 14:00 - 17:00 Uhr Führungen können vereinbart werden.

Koordinaten

DG
49.460260, 8.166220
GMS
49°27'36.9"N 8°09'58.4"E
UTM
32U 439579 5478956
w3w 
///poeten.plätze.dauerhafter
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Römerstraße 20
67098 Bad Dürkheim
Telefon (0049) 6322 935404

Eigenschaften

Ausflugsziel
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