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Fernwanderweg Etappe

WesterwaldSteig 06. Etappe Freilingen - Nistertal (Ost-West)

· 6 Bewertungen · Fernwanderweg · Westerwald
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Westerwald Touristik-Service Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Stöffelpark in Enspel, Kletterwand
    / Stöffelpark in Enspel, Kletterwand
    Foto: Westerwald Touristik-Service
  • / Stöffelpark in Enspel
    Foto: Westerwald Touristik-Service
m 600 500 400 300 18 16 14 12 10 8 6 4 2 km Dining Range Alpenroder Hütte Campingplatz Haus Am See Hotel Rückert Pizzeria Il Lago
Von Weiher zu Weiher geht es zunächst entlang der Wied und dann hinauf zur Alpenroder Hütte mit Aussicht aus luftiger Höhe über den Westerwald. Der Höhepunkt kommt am Schluss beim Besuch der uralten Stöffelmaus.
mittel
18,4 km
5:00 h
249 hm
335 hm

Wo Augen leuchten, Heinzelmänner einst lebten und Krokodile den schwarzen Schatz bewachen

Blaue Augen blicken in die Seele. So empfinde ich die Weiher, die rund um Freilingen jeden Besucher gefangen nehmen. Das Wasser der Seen und das Grün der umliegenden Wälder und Ufer üben einen ganz besonderen Reiz aus. Je nach Tageszeit und Wetter wechseln hier Stimmungen, die alle Tiefe besitzen und die Seele berühren können. In Dreifelden steht die älteste Steinkirche des Westerwaldes. Wer hier keine innere Ruhe findet, ist selbst schuld. Munter plätschert hingegen die Wiedquelle bei Linden. Am Gräbersberg mit seinem Aussichtsturm erlebe ich wohltuende Weite, die mich weiter zum sagenumwobenen Welterstein führt. Die mächtigen Steine geben mir Rätsel auf. Hier sollen es die Heinzelmännchen so bunt getrieben haben, dass einst ein mächtiger Felsbrocken ihren Eingang zur Unterwelt versperrte. Sagenhafte Geschichten in einer märchenhaften Landschaft. Von Riesenhand gefertigt scheinen dagegen die überdimensionalen Werkzeuge in der alten Schmiede des Stöffelparks. Ich lausche dem Geräusch der Hämmer, ziehe an eisernen Hebeln, betätige alte Schalter und drehe am rostigen Zahnrad der Zeit. Hier wird die Geschichte um den Basalt, das schwarze Gold des Westerwaldes, lebendig. Und das nicht genug. Im Erlebniszentrum Tertiärum begegnet mir mit der Stöffelmaus eine echte Sensation. Hier tauche ich ein in die Erdgeschichte. Der einstige Abbau fördert bis heute wundersame Relikte zutage. Fossilien nehmen mich mit in eine ferne, subtropische Welt, wo Krokodile, Schildkröten und Frösche im feuchtwarmen grünen Pflanzenreich heimisch waren.

Autorentipp

Tageswanderung von Bahnhof zu Bahnhof:

Über den Zuweg vom Bahnhof Rotenhain bis Linden, von dort aus bis Nistertal auf dem WesterwaldSteig und über den Zuweg Richtung Bahnhof Nistertal-Bad Marienberg (Gesamtlänge: ca. 16 km).
Hier finden Sie weitere Vorschläge für Westerwald-Steig-Wanderungen mit Bahnanbindung!

Für Wasserratten: Abkühlung im Strandbad am Postweiher

Für Weitsichtige: Aussichtsturm am Gräbersberg

Für Geologieinteressierte und Familien mit Kindern: Besuch des Stöffel-Parks

Profilbild von Michael Sterr
Autor
Michael Sterr
Aktualisierung: 17.08.2020
Qualitätsweg Wanderbares Deutschland
Schwierigkeit
mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
512 m
Tiefster Punkt
321 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

Gasthof-Pension Zum Seeweiher
Hotel Rückert
Alpenroder Hütte
Pizzeria Il Lago
Dining Range
Campingpark-Café-Restaurant "Haus am See"

Sicherheitshinweise

  • Tragen Sie festes Schuhwerk sowie witterungsangepasste, zweckmäßige Kleidung, die Sie vor Kälte und Nässe bzw. Hitze und Sonne schützt.
  • Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit mit. Es sind nicht überall Einkehrmöglichkeiten vorhanden.
  • Bitte ziehen Sie dem Weg angemessene Wanderschuhe an, welche Ihnen ausreichend Halt auch auf schlüpfrigen und steilen bzw. felsigen und unebenen Wegen geben.
  • Sollten Sie bei bestimmten Wegeabschnitten der Meinung sein, dass diese für Sie nicht begehbar sind, dann sollten Sie diese umgehen. Gerade bei widrigen Wetterverhältnissen kann es bei naturnahen Wegen zu matschigen und rutschigen Passagen kommen.
  • Besonders im Herbst ist auch darauf zu achten, dass das am Boden liegende Laub Unebenheiten, Wurzeln, Steine oder Löcher im Weg verdecken kann. Mit Wegebeeinträchtigungen dieser Art müssen Sie rechnen, wenn Sie eine Wanderung unternehmen.
  • Obwohl der Weg durchgehend sehr gut markiert ist, sollten Sie aus Sicherheitsgründen immer eine geeignete Wanderkarte dabei haben.

 

Aufgrund der Stürme in der letzten Woche sind weite Bereiche des Westerwaldsteiges

im Abschnitt 6 "Postweiher Freilingen bis Nistertal" nur mit starken Einschränkungen /

Hindernissen begehbar. Besonders stark betroffen ist der Bereich zwischen Wiedquelle

und Gräbersberg mit zahlreichen umgestürzten Bäumen. Die zuständigen Stellen arbeiten

mit Hochdruck daran, die Schäden zu beseitigen und die Wege wieder begehbar zu machen.

Umleitungen konnten noch nicht eingerichtet werden. Wir bitten hierfür um Verständnis.

Ihr WesterwaldSteig-Team

Weitere Infos und Links

Wanderkarten und -bücher erhalten Sie im Westerwald-Shop

www.selters-ww.de

www.badmarienberg.de

www.facebook.com/westerwaldsteig

Video von Wanderer "Rheinsteiger": Wanderung von Brandscheid nach Nistertal"

Start

Freilingen, Wanderparkplatz (416 m)
Koordinaten:
DG
50.564063, 7.828615
GMS
50°33'50.6"N 7°49'43.0"E
UTM
32U 417037 5602003
w3w 
///gleichfalls.schief.nase

Ziel

Nistertal, Kirche, vom WesterwaldSteig führt ein Zuweg (ca. 1 km) in den Ort

Wegbeschreibung

Kurz nach dem Start erreichen wir den Dreifelder Weiher, den die Wied, der größte Fluss des Westerwaldes, durchfließt. Der gesamte Bereich der Seenplatte genießt Landschaftsschutz. In Dreifelden stehen die älteste Steinkirche des Westerwaldes und die gewaltige Friedenseiche. Entlang der Wied begleitet uns eine kurze Strecke der Wiedwanderweg, bis wir bei Linden die Wiedquelle erreichen.bei der Tische und Bänke zur Rast einladen. Später geht es durch herrlichen Buchenwald über den Großen Weißenstein zum Gräbersberg. Dort hat man neben einer Einkehrmöglichkeit in der zünftigen Alpenroder Hütte einen weiten Rundumblick vom Aussichtsturm. 

Weiter geht es mit schönen Aussichten zu dem sagenumwobenen Welterstein und dem Monsberg. Eine Schatzkammer der besonderen Art finden wir in Enspel, den Tertiär- und Industrie-Erlebnispark Stöffel. In den Ablagerungen eines Maarsees kann man 25 Millionen Jahre Erdgeschichte verfolgen. Ein einmaliges Industrieensemble dokumentiert die 100-jährige Geschichte des Basaltabbaus und zeigt die Verarbeitung des Gesteins. In der mehr als 100 Jahre alten Schmiede gibt es seit kurzem die "Historische Werkstatt", die den Besucher auf eine Reise in die Industriegeschichte mitnimmt und Einblicke in die harte Arbeitswelt vergangener Zeiten gewährt. Nach dem Abstecher bei der Stöffelmaus, dem bekanntesten Fund aus der Urzeit, erreichen wir vorbei an einer kleinen Kapelle gleich nach der Nister den Endpunkt unserer Etappe. Von hier ist es ca. 1 km nach Nistertal-Erbach mit Bahnhof, Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten.

Zuwege (Markierung: grünes W auf gelbem Grund):   

  • von Linden nach Rotenhain (ca. 1,8 km) und zum Bahnhof Rotenhain (ca. 2,9 km)
  • vom westlichen Ortsrand Enspel zum Bahnhaltepunkt (ca. 0,4 km)
  • von der Nister nach Nistertal und zum Bahnhof Nistertal/Bad Marienberg (ca. 1,1 km)

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Bahn bis ICE-Bahnhof Montabaur, dann Buslinie 480 bis Langenhahn und weiter mit der Buslinie 463 bis Freilingen

Rückfahrt von Nistertal nach Freilingen: mit dem Taxi, keine direkte Busverbindung

www.bahn.de

www.rmv-bus.de

Taxiempfehlungen:

Hehn-Touristik, Alpenrod, Tel. 02662/3366
Taxi Hetzler, Selters, Tel. 02626/6445

Tageswanderung von Bahnhof zu Bahnhof:

Über den Zuweg vom Bahnhof Rotenhain bis Linden, von dort aus bis Nistertal auf dem WesterwaldSteig und über den Zuweg Richtung Bahnhof Nistertal-Bad Marienberg (Gesamtlänge: ca. 16 km).

Anfahrt

über die B255 oder B413 bis Ausfahrt Freilingen und weiter auf der B8 bis zum Postweiher bei Freilingen

Parken

Freilingen: Wanderparkplatz gegenüber dem Campingplatz Freilingen, Postweiher, 56244 Freilingen (direkt an der B8); Einstieg zum WesterwaldSteig auf der gegenüberliegenden Seite (rechts am Postweiher vorbei)
Nistertal: Bahnhof

 

Koordinaten

DG
50.564063, 7.828615
GMS
50°33'50.6"N 7°49'43.0"E
UTM
32U 417037 5602003
w3w 
///gleichfalls.schief.nase
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

- Abenteuer Westerwald-Steig, Wanderführer mit detaillierten Routenskizzen und Höhenprofil, 224 S., ISBN 978-3-93569-064-5, 12,80 € - Westerwald-Steig, Schöneres Wandern Pocket, 17 Halbtages- und Ganztagesetappen im Pocketformat, Herausgeber: ideemedia-Verlag, ISBN 978-3-934342-25-5, 10,95 € - Rother Wanderführer Westerwald-Steig, Herausgeber: Bergverlag Rother GmbH, Von Herborn nach Bad Hönningen, 112 Seiten mit 58 Farbabbildungen, 16 Höhenprofile, 16 Wanderkärtchen im Maßstab 1:50.000, 6 Stadtpläne, eine Übersichtskarte, ISBN 978-3-7633-4376-8, 10,90 €

Kartenempfehlungen des Autors

Eine große Auswahl an Wanderkarten und -bücher erhalten Sie im Westerwald-Shop unter www.westerwald-shop.info!

Ausrüstung

Wanderschuhe

Witterungsangepasste, zweckmäßige Kleidung


Fragen & Antworten

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Bewertungen

3,8
(6)
Ariane Funk
08.11.2020 · Community
Wunderbare Tour. Zumindest von Freilingen bis zur Alpenroder Hütte. Danach geht es etwas langweilig weiter bis Nistertal. Mag aber auch daran liegen, daß ich dem Stöffel nichts abgewinnen kann. Im Stöffelpark ist die Beschilderung nicht gut. Zudem ist die Tour zu lang. Diese ist 18 km, die nächste nur 6 km. Das macht iwie keinen Sinn.
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Heike Baumeister
18.10.2020 · Community
Wieder eine gut zu laufende Etappe! Einige schöne Aussichten und Highlights.
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Gemacht am 18.10.2020
Foto: Heike Baumeister, Community
Foto: Heike Baumeister, Community
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Tina Bast
31.05.2018 · Community
Schöne Tour, es ist aber ratsam eine lange Hose anzuziehen. Es sind sehr viele Pfade durch Wiesen.
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Wiedquelle
Foto: Tina Bast, Community
Aussichtsturm an der Alpenroder Hütte
Foto: Tina Bast, Community
Stöffelpark
Foto: Tina Bast, Community
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Fotos von anderen

+ 8

Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
18,4 km
Dauer
5:00h
Aufstieg
249 hm
Abstieg
335 hm
Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich geologische Highlights

Statistik

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