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Prädikats-Fernwanderweg

Ville-Eifel-Weg (2) – 6. Etappe

Prädikats-Fernwanderweg · Eifel
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Eifelverein e. V. Verifizierter Partner 
  • Weinfelder Maar
    / Weinfelder Maar
    Foto: Ursula Peters, Eifelverein e. V.
  • Gemündener Maar
    / Gemündener Maar
    Foto: Ursula Peters, Eifelverein e. V.
  • Gemündener Maar
    / Gemündener Maar
    Foto: Ursula Peters, Eifelverein e. V.
  • Schalkenmehrener Maar
    / Schalkenmehrener Maar
    Foto: Ursula Peters, Eifelverein e. V.
  • Schalkenmehrener Maar
    / Schalkenmehrener Maar
    Foto: Ursula Peters, Eifelverein e. V.
  • Schalkenmehrener Maar
    / Schalkenmehrener Maar
    Foto: Ursula Peters, Eifelverein e. V.
  • Dronketurm
    / Dronketurm
    Foto: Ursula Peters, Eifelverein e. V.
  • / Kapelle am Weinfelder Maar
    Foto: Ursula Peters, Eifelverein e. V.
  • / Die Manderscheider Burgen
    Foto: Ursula Peters, Eifelverein e. V.
  • / Die Manderscheider Burgen - Oberburg
    Foto: Ursula Peters, Eifelverein e. V.
  • / Die Manderscheider Burgen – Niederburg
    Foto: Ursula Peters, Eifelverein e. V.
150 300 450 600 750 m km 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 Dauner Burg Gemündener Maar Dronketurm Weinfelder Maar Schalkenmehrener Maar Ferienwohnung Birkenhof Manderscheider Burgen

Der Ville-Eifel-Weg (HWW 2) führt über den seen- und waldreichen Höhenrücken der Ville, durchquert die Eifel von Nord nach Süd mit all ihren Facetten: bei Altenahr das Ahrtal; über den höchsten Eifelberg, die >Hohe Acht< (747 m); über Daun und Manderscheid durch die zentrale Vulkaneifel mit ihren Maaren, den Augen der Eifel; überquert die Kyll kurz vor ihrer Mündung in die Mosel und erreicht schließlich die Kaiser-Wilhelm-Brücke. Dort Zusammentreffen mit den Hauptwanderwegen (4) und (6). Auf dem >Moselsteig-Zuweg< über die Brücke gelangt man zur kultur-historischen Stadt Trier.

mittel
23,4 km
6:52 h
595 hm
648 hm

Daun – Manderscheid (23,5 km) 

Wegeverlauf:

Daun – Gemündener Maar – Mäuseberg mit Dronketurm – Weinfelder Maar – Schalkenmehrener Maar – Brockscheid, Glockengießerei – Eckfeld -  ehem. Kloster Buchholz – Manderscheid. 

Wegebeschreibung:

Daun [1] in südl. Richtung verlassen, links, über die Lieser, auf der Lieserstraße bis zur Unterführung der L46, hier treffen Eifelsteig und Vulkanweg (13) auf. Mit diesen unter der Unterführung her und rechts, aufwärts zum Gemündener Maar [2], dieses im größeren südlichen Bogen teilw. umrunden, zum Mäuseberg mit AT >Dronketurm<  aufwärts (5,3 km, Fernsicht). Zunächst im nördl. Bogen am Weinfelder Maar (Totenmaar) [3]  an der Weinfelder Kirche - auch Pestkapelle genannt -  vorbei, südwärts am Uferrand des Maares zum P an der L64, der Vulkanweg geht rechts ab. Mit dem Eifelsteig die L64 queren, am Kraterrand abwärts und am Schalkenmehrener Maar [4] entlang nach Schalkenmehren (8,0 km). Ab Bushalte >Schalkenmehren Kirche< begleitet uns der >Maare-Pfad<. Den Ort in südl. Richtung, auch mit dem Eifelsteig,  verlassen. Über freie Landschaft zunächst aufwärts, leicht abwärts in ein Waldstück, hier verlässt der Eifelsteig unseren Ville-Eifel-Weg (HWW 2), der bald mit einer Kehre in ein Tälchen führt. Durch Wald mit mehreren Kehren bis vor die >Ardennen-Eifel-Straße< (L64), zuerst vor ihr südwärts, am Eichenhof über sie hinweg, am Birkenhof vorbei nach Brockscheid, dem Ort mit der >Eifeler Glockengießerei< [5] (14,7 km). Südwärts, an der Zufahrt zur Pension Birkenhof geht der >Maare-Pfad< ab, an einer Grillhütte, später an der >Heidehütte< entlang, nach und durch Eckfeld zum ehem. Kloster Buchholz [6] (19,9 km). Hier treffen der Vulkanweg und der Maas-Rhein-Weg auf, alle Wanderwege führen über >Belvedere< an den Manderscheider Burgen [7] entlang und abwärts über das Kaisertempelchen nach Manderscheid (23,5 km).

Auf der gesamten Etappe wird der Ardennen-Eifel-Weg (AE) mitgeführt.

[1] Daun ist ein Kur- und Kneippkurort, Mineralquellen speisen die Mineralbäder und die Heilquelle für Trinkkuren, und Dauner Sprudel stillt den Durst der Wanderer. In der näheren Umgebung, im Herzen der Vulkaneifel, liegen die >Drei Dauner Maare< und der >Wild & Erlebnispark< an der Deutschen Wildstraße. Fünf  Hauptwanderwege liegen im Schnittpunkt von Daun: Eifelsteig - Vulkanweg – Wasserfallweg – Ville-Eifel-Weg – Karolingerweg. Außerdem der wildromantische Lieserpfad, Vulkangipfelpfad und Eifel-Ardennen-Weg. Das Gäste- und Veranstaltungszentrum >Forum< beherbergt auch das Tourist-Info-Büro. Eine Attraktion in Daun ist der Maare-Mosel-Radweg, der über den 30 m hohen >Dauner Viadukt< (erbaut 1907/09) führt.

 [2] Das 30 000 Jahre alte Gemündener Maar ist das kleinste der drei Dauner Maare. Es bietet verschiede Wassersportmöglichkeiten, hat am westl. Ufer einen Badestrand und am östl. ein Naturfreibad. Es lässt sich tief in das klare Wasser blicken, aber nicht bis auf den 39 m tiefen schwarzen Lavagrund. 

Ein weiteres Highlight im >Gesund Land Vulkan Eifel< ist der Mäuseberg mit dem 11 m hohen Dronketurm. Zu Ehren des Gründers und 1. Vorsitzenden des Eifelvereins (1888), Dr. Adolf Dronke, wurde 1902 der Turm erbaut. Von seiner Plattform aus hat man eine atemberaubende Weitsicht über die ganze Vulkanlandschaft rund um Daun.

[3] Das Weinfelder Maar ist eines der drei >Dauner Maare<, es entstand durch eine vulkanische Dampfexplosion vor 10 500 Jahren. Die Kapelle (14. Jh.) war einst die Weinfelder Kirche, der Ort wurde im 16. Jh. wegen der Pest aufgegeben. Unmittelbar am Maar liegt der Friedhof, heute von Bürgern aus Schalkenmehren genutzt, daher trägt das Maar auch den Namen >Totenmaar<, um das auch ein Wanderweg führt. Um das Maar ranken einige mythische Sagen, z. Bs. soll an dieser Stelle ein Schloss gestanden haben.

Sagenhaft schön ist der faszinierende Anblick, wenn bei Sonnenschein sich die Kapelle in der ruhigen Wasseroberfläche spiegelt. Das Weinfelder Maar ist eben eine >Augenweide<  in der Vulkaneifel.

[4] Das Schalkenmehrener Maar ist das älteste der drei >Dauner Eifelaugen<. Es entstand ebenfalls vor rund 10 500 Jahren bei einer vulkanischen Dampfexplosion. Eigentlich ist das Schalkenmehrener Maar ein Doppelmaar, im westl. Teil hat der See einen Durchmesser von 500-575 m und ist 21 m tief, das sind 21,6 ha, gleich 21 Fußballfelder. Hier findet jeder etwas nach seinem Belieben: Schwimmen im Naturfreibad, Angeln, Surfen, Bootsfahren und natürlich auch Wandern, bescheren unbeschwerte und erholsame Stunden. Wer hoch hinaus will, kann vom kleinen Flugplatz aus >in die Luft gehen< und das herrliche Panorama von oben genießen.

Der östl. Teil des Schalkenmehrener Maares ist ein Hochmoor mit einer einmaligen Flora, wie Sumpfschwertlilien, Weiße Seerosen, Blutweiderich, Moschus-Malve und viele mehr.

[5] Die Eifeler Glockengießerei in Brockscheid wurde 1840 gegründet. Sie wird in 6. Generation von Cornelia Mark-Maas geleitet, den elterlichen Betrieb übernahm sie 2009. Ab 1620 lassen sich Glockengießer aus der Familie Mark nachweisen.

Zu den größeren >Glockenwerken< gehören: die Glocken der Kirche des Klosters >Buchholz< (1903), die >Josefsglocke< im Kölner Dom (1998), Glocken für den >Vierungsturm< im Mindener Dom (2011), Glocken der Potsdamer >Nikolai-Kirche< (Ostern 2010), drei von neun Glocken in St. Willibrordus in Echternach, die Namen der Glocken sind: Johannes (1999), Benedikt (1999) und Willibrord (2000).

Auch in Indonesien, Sri Lanka und Bolivien läuten Glocken aus der Eifeler Glockengießerei Mark.

[6] Ehem. Kloster Buchholz: 1864 wird das Kloster für die Franziskanermönche errichtet. Die Franziskaner versahen Küster- und Krankendienste bis 1948. Es bestand schon eine Kapelle, die 1868 baufällig wurde. Die Buchholzer Kirche wurde 1903 erbaut. Die Glocken wurden in der Eifeler Glockengießerei in Brockscheid gegossen. Die Kirche >Maria Heimsuchung< wird heute für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Als religiöse Denkmäler besitzt Buchholz eine >Lourdesgrotte< und in Stein gehauene Stationsbilder auf dem Kreuzweg, die >Sieben Schmerzen Mariä<, ferner ein Wegekreuz von 1680.

[7] Die Burgruinen von Manderscheid:

Die Oberburg steht auf einer abgeflachten Bergspitze. Der Bergfried ist weithin sichtbar. Die Niederburg steht vom Flüsschen >Lieser< getrennt, unterhalb der Oberburg. Die Burgen können besichtigt werden. Von hier oben hat man einen phantastischen Blick auf Manderscheid und das Liesertal. Umgekehrt hat man auch vom Tal aus, u. a. vom >Eifelsteig<, beeindruckende Blicke auf die Burgen und die waldreiche Umgebung.

outdooractive.com User
Autor
Hans-Eberhard Peters
Aktualisierung: 19.10.2019

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
555 m
Tiefster Punkt
298 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Start

Daun (430 m)
Koordinaten:
Geographisch
50.197660, 6.829753
UTM
32U 345109 5562862

Ziel

Manderscheid

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Der Ville-Eifel-Weg (Hauptwanderweg 2) wird in folgenden Wanderkarten (1:25 000) des Eifelvereins wiedergegeben:

  • WK 25 Nr.   6 Rheinbach, südliche Ville
  • WK 25 Nr.   9 Das Ahrtal
  • WK 25 Nr. 11 Hocheifel, Nürburgring, Oberes Ahrtal
  • WK 25 Nr. 13 Rund um den Hochkelberg
  • WK 25 Nr. 20 Daun, Rund um die Maare
  • WK 25 Nr. 33 Vulkaneifel um Manderscheid
  • WK 25 Nr. 24 Wittlicher Land
  • WK 25 Nr. 30 Mosel, Ferienregion Schweich mit Meulenwald / 1. Auflage 2018


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Schwierigkeit
mittel
Strecke
23,4 km
Dauer
6:52 h
Aufstieg
595 hm
Abstieg
648 hm
Streckentour Etappentour

Statistik

: h
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