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Route Vauban Landau

Stadtrundgang · Landau in der Pfalz
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  • Rathausplatz
    Rathausplatz
m 250 200 150 7 6 5 4 3 2 1 km Fort mit Ravelins und Grabenscheren Landauer Fort Rathausplatz Rathausplatz Rücklaufschleuse
Zu Fuß auf Entdeckungstour : Der Festungsweg " Route Vauban in Landau "
mittel
Strecke 7,7 km
1:55 h
30 hm
30 hm
165 hm
139 hm

Die ab 1688 für den Sonnenkönig Ludwig XIV. durch Vauban errichtete Festung Landau war der Lückenschluss in der Verteidigung Frankreichs an der sog. Porte d´Allemagne, der Einfallpforte nach Frankreich. Die Festung wurde ab 1872 geschleift. Entlang der noch vorhandenen Reste lädt der Festungsweg zum Erkunden und Spazierengehen ein.

Er verbindet mit einer Gesamtlänge von ca. 7,6 Kilometern die einzelnen noch erhaltenen Bauwerke des Festungsrings und führt durch die mittelalterlich-barocke Alstadt, durch die Park- und Grünanlagen des Glacis, entlang von Wasserläufen und entlang der gründerzeitlichen Straßenzüge der Stadterweiterung.

Der auf der Karte eingezeichnete Weg informiert auf Tafeln an markanten Festungswerken über deren Entstehung, Funktion und nachmilitärische Nutzung.

Profilbild von Christoph Bauer
Autor
Christoph Bauer
Aktualisierung: 09.05.2022
Schwierigkeit
mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
165 m
Tiefster Punkt
139 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Wegearten

Asphalt 58,35%Naturweg 35,90%Pfad 3,22%Straße 2,51%
Asphalt
4,5 km
Naturweg
2,7 km
Pfad
0,2 km
Straße
0,2 km
Höhenprofil anzeigen

Einkehrmöglichkeiten

Cafe am Markt
Weinstube Zur Blum

Sicherheitshinweise

Eingeschränkte Barrierefreiheit

Der Festungsweg ist nicht komplett barrierefrei. Inforömationen über die Situation vor Ort erhalten Sie über das Büro für Tourismus (Telefon : +49(0)6341 13-8301 und 13-8302) oder den Festungsbauverein Landau - les amis de Vauban e.V. unter festungsbauverein@gmx.de oder www.festungsbauverein.de.

Weitere Infos und Links

Steckbrief der Festung Landau

Vaubans "zweite Manier", in Belfort und Landau angewandt :

> Polygonalbefestigung, gerade Fronten, bastionierte Türme, Sicherung durch Vorwerke

> Achteckiger Hauptwall aus Erde mit einer aus Granitstein verblendeten Frontmauer

> Länge : über 2 Kilometer, Tiefe : bis zu 18 Meter, Höhe : bis zu 14 Meter

> 7 vorgelagerte, detachierte Bastionen

> Kasemattierte Artillerietürme zur Unterstützung der Bastionen

> 1 große Hohlbastion im Osten der Festung, Reduit Nr. 13, heute "Quartier Chopin"

> Vorgelagerte Außenwerke (Contregardes, Tenailles, Ravelins und Lunetten) zur Unterstützung der Vorwärtsverteidigung und Absicherung

> Schleusenanlagen zur Überschwemmung des Glacis und zur Flutung eines Grabensystems durch das Queichwasser

> 2 Ein- und Auslasstore : Deustches und Französisches Tor

> Fort zur Absicherung der Anhöhe des Kaffenbergs im Norden der Stadt

> Kanalanlage als Transportweg für Baumaterial

> Anlage von Aufmarschstraßen und eines Place d´armes (heute Rathausplatz) für die Garnison

 

Chronologie der Festungs- und Garnissonsstadt Landau

1274 Stadtrechtsverleihung durch König Rudolf von Habsburg

1521 Mitglied im Elsässischen Zehnstädtebund (Décapole)

1680 Eingliederung Landaus nach Frankreich unter Ludwig XIV.

1688 – 1691 Ausbau zur Festungsstadt

1702 – 1713 Belagerungen während des Spanischen Erbfolgekrieges

1789 Ausgangspunkt der Französischen Revolution in der Südpfalz

1793 Vergebliche Belagerung durch preußische Truppen

1814 Verbleib bei Frankreich im Rahmen des Ersten Pariser Friedens

1815 Unterstellung unter österreichische Verwaltung im Rahmen des Zweiten Pariser Friedens

1816 Die Pfalz und Landau werden bayerisch

1831 Landau wird offiziell Bundesfestung

1849 Vergebliche Belagerung durch revolutionäre Freischärler

1866 Herabstufung zum „sturmfreien Depotplatz“, erste Schleifung der Festungsaußenwerke

1871 Aufhebung des Status als Festungsstadt

1872 – 1895 Schleifung der Festung und planmäßige Stadterweiterung

1918 – 1930 Besatzung durch französische Truppen nach dem Ersten Weltkrieg

1936 – 1945 Garnison der deutschen Wehrmacht

1944 – 1945 Schwere Zerstörung während alliierter Luftangriffe

1945 – 1999 Französische Garnison im Süden und Osten der Stadt

1959 – 1993 Amerikanische NATO-Raketenstellung „Camp Thomas Nast“ auf dem Ebenberg

1992 – 1999 Beginn des französischen Truppenabzuges

1994 Beginn der Umwandlung der ehemals militärisch genutzten Stadtareale

2015 Landesgartenschau

2017 Unterschutzstellung der gesamten Festungsanlage

 

https://www.landau-tourismus.de/vauban-festung-landau 

 

Start

Rathausplatz Landau in der Plafz (141 m)
Koordinaten:
DD
49.198271, 8.111845
GMS
49°11'53.8"N 8°06'42.6"E
UTM
32U 435296 5449876
w3w 
///machen.fertigt.ergänzt
Auf Karte anzeigen

Ziel

Rathausplatz Landau in der Pfalz

Wegbeschreibung

Der Weg führt entlang von 28 Stationen, die im folgenden aufgelistet sind. 

1. Rathausplatz

Früher: Paradeplatz. Nach dem Stadtbrand 1689 anstelle dreier Gebäudeinseln angelegter Platz für Militärparaden. Vom Balkon der Kommandantur, dem heutigen Rathaus, konnte der Festungskommandeur die Truppen abnehmen und auf die Festungsmauern verteilen.

2. Kommandantur

Das im Jahre 1691 errichtete Rathaus der Franzosen wurde bei der Explosion eines nahe gelegenen Zeughauses zusammen mit dem gesamten Viertel zerstört. 1827 errichtete die bayerische Militärver-waltung auf dem Brandplatz ihre Festungskommandantur. Heute befinden sich hier das Rathaus und die Tourist-Information.

3. Rote Kaserne

Ist die einzige Kaserne, die im Bereich der mittelalterlichen Innenstadt erbaut wurde. wurde [No. 89]. Alle anderen militärischen Gebäude wurden zwischen den Wohnhäusern und der Haupt-mauer platziert.

 4. Galeerenturm

 Ehemaliger Bergfried und einzig erhaltener Turm der mittelalterlichen Stadtmauer. Ab 1732 diente er als Gefängnis für Militärhäftlinge. Den Namen erhielt der Turm, da die Sträflinge von dort „auf die Galeeren“ geschickt wurden.

 5. Katharinenkapelle

 Sie wurde 1344 durch die Bürgerschaft für die nahebei wohnenden Beginen errichtet. Im Chor Kreuz-wegdarstellungen aus der Erbauungszeit mit der mittelalterlich-antijudaistischen Darstellung der jüdischen Bevölkerung als „Christusmörder“. Nach Bau der Festung wurde sie Garnisonskirche. Links und rechts des Chorraums Grabmäler von Festungskommandanten. Vom 17. bis 19. Jahrhundert in wechselnder Funktion innerhalb der Festung (Weinlager, Gefängnis). Heute städtisches Gebäude, dient sie der altkatholischen und der selbständigen evangelisch-lutherischen Gemeinde als Kirche.

 6. Ehemaliges Stadthaus

 Früher: Kommandantenhaus > zwischen Stadthausgassel, Martha-Saalfeld-Platz und Kramstraße. Von der Stadt als Wohnsitz für den Kommandanten erbaut, wird es ab 1797 zum Sitz der bayerischen Stadt- und Kantonsverwaltung. Hier bleibt sie bis 1947.

 7. Fort mit Ravelins und Grabenscheren

 Erbaut 1700 bis 1702 auf Geheiß des damaligen Festungsbaukommandanten Villards. Im Gegensatz zur modernen Hauptmauer wurde das Fort in einer sogenannten „Alt-niederländischen Manier“ gebaut. Längstes zusammenhängendes Graben-/Wallsystem in Landau.

 8. Nußdorfer Tor

 Auf dem Nordwall des Forts platziert, war es das dritte Tor in die Festung, allerdings war der Zugang dem Militär, medizinischem Personal und Hebammen vorbehalten.

 9. Lunette No. 55

 Sie diente mit dem Batardeau No. 57 und Schleuse No. 166 dem Abzweigen und Rückhalten von Queichwasser, welches über den Derivationskanal geführt wurde, um die Überschwemmungskessel No. 82 (heute Nordpark) und No. 83 (heute Alter Messplatz, Zoo) zu fluten.

 10. Nordpark mit Contregarde und Speyerer Allee

 Bei der Schleifung wird die Fläche der Contregarde zum Abraumlager. Aushub, Spolien und große Blöcke landen hier, weil sie andernorts im Weg sind. Der Verschönerungsverein legt um 1900 einen Park mit Aussichtsplattform an.

11. Deutsches Tor

Eines von nur 2 öffentlichen Zugängen in die Stadt. Es zeigt im Giebel einen eher grimmigen Ludwig XIV., der in Richtung Deutschland blickt.

12. Augustinerkloster/Zeughaus

Wurde Anfang des 14. Jahrhunderts errichtet. Nach der französischen Revolution säkularisiertes Kloster „Maria Himmelfahrt vor den Toren“. Als Zeughaus für Material und Vorräte genutzt, später Jugendherberge, dann städt. Museum, heute Bauamt.

13. Quartier Chopin

 früher: Reduit Einer von 8 Ecktürmen der Festung. Als Rückzugswerk (Reduit) deutlich vergrößert ausgeführt. Vorhandene Gebäude wurden um 1860 im Reduit No. 13 erbaut und militärisch genutzt. Als Quartier Chopin bekannt, beherbergt es Geschäfts- und Büronutzung.

14. Vorgrabenschleuse

 mit Schutzbauwerk. Die Schleuse No. 77 staute Wasser der Queich für die Überschwemmung der Kessel No. 80 und 81. Über die Ostbahnstraße findet sich noch der Kessel No. 80, der heutige Schwanenweiher.

15. Kessel No. 80

heute: Schwanenweiher. An dessen Ostende in der Nähe des Spielplatzes befinden sich Reste der LunetteNo. 35. Gegenüber hat der Verschönerungsverein um 1900 das Wappen des bastionierten Turmes No. 53 auf die Spitze der Contregarde No. 90 gesetzt.

16. Rücklaufschleuse

der Hauptgräben in die Queich unter der Ostringbrücke. Von hier konnte die angestaute Queich über 2 weitere, nicht mehr vorhandene Schleusen in die nördlichen und südlichen Gräben geleitet werden.

17. Batardeau mit Mauerbär

> Schleusenstraße. Die Mauer trennte den trockenen Hauptgraben links und rechts von der ihn querenden Queich. Die dachförmige Mauerkrone und der Mauerbär dienten als Erschwernis für Angreifer.

18. Auslassschleuse

der Queich durch die Hauptmauer, davor Hafen, erbaut 1688 –1691. Eisengitter konnten gegen das Eindringen von Feinden herunter gelassen werden. Die Ram-pe diente zur Tränke der Pferde der nahe gelegenden Reiterkasernen.

19. Triangelgasse/Reitschulgasse

Pflasterbelag und Rinnensteine sind noch aus der Festungszeit. Ecke Reitschulgasse und Reiterstraße Reste der Militärreitschule.

20. Militärreitschule

Bei schlechtem Wetter durch die Kavallerie der nahen Kasernen in der Reiterstraße zur Bewegung der Pferde genutzt. Erste innerstädtische Tankstelle und Autowerkstatt.

21. Holzlager

Eines von mehreren Bauholzlagern der Festung. Verwalteranwesen und Torpfosten mit Inschrift erhalten

22. Französisches Tor

Südliches Stadttor, angeblich lächelt Ludwig XIV. in Richtung Frankreich.

23. Lunette No. 41 mit Turm d’Arçon

 Teil des Lünettengürtels, der nach den ersten Belagerungen ab 1711 entstand, um die nicht überflut-baren südlichen Glacisflächen zu verstärken. 2013 durch den Festungsbauverein ausgegraben und als Zugang zum Minensystem der Festung genutzt. Schaubaustelle der Festungsbauhütte.

24. Goethepark

Die Lage der Lunetten No. 41,042 und 43 lässt sich noch an der gezackten Form der Parkanlagen erkennen.

25. Redoute/Spionskopf

Das Werk diente zum Schutz der Hafenanlage am Ende des Albers-weilerer Kanals. Dieses Werk wurde in Teilen im Zuge des Baus der Bahnlinie Zweibrücken–Landau geschleift. Der Graben vor dem Werk wurde mit Abraum verfüllt und so entstand der nördlich des Hauses am Westbahnhof gelegene Hügel, der den Namen Spionskopf erhielt. Die Redoute No. 44 war auch Namensgeber für die Straße An 44.

26. Ableitschleuse

zur Ableitung des Flusses Queich in den die Überschwemmungsflächen durchfließenden Derivationskanal. Das Werk No. 131 befindet sich im Schillerpark, an der Brücke über den Derivationskanal als Zugang zum Südpfalz-Stadion.

27. Grabenschleuse

Das von der Straße An 44 zu sehende Bauwerk (jetzt Brückengärtchen) diente zum Schutz der zum Westring liegenden Schleusen 45 A und B, die Wasser in den Hauptgraben leiteten.

28. Einlassschleuse mit Schleusenhaus

Diente dem Wassereinlass durch die Hauptmauer und dem Auf-stauen der Queich, um das Wasser in die Gräben zu leiten. Die Queich verbreitert sich hier zum Hafen-becken, mit Treppenabgängen.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Wir empfehlen die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

 

Von Karlsruhe (35 min)

RE 1208 Richtung Neustadt (Weinstr) Hbf

Von Pirmasens (1 Uhr, 15min)

RB 12353 Richtung Landau (Pfalz) Hbf

Von Manheim (50 min)

RE 32827 Richtung Mettlach

In Neustadt (Weinstr) Hbf aufsteigen, dann

RE 12025 Richtung Karlsruhe Hbf

 

Der Bahnhof ist vom Rathausplatz 1 Kilometer zu Fuß entfernt (12 min).

Auf Maximilianstraße nach Norden Richtung Ostbahnstraße

Links abbiegen auf Ostbahnstraße

Weiter auf GerberstraßeRechts abbiegen auf Kronstraße

 

 

Anfahrt

So kommen Sie zum Museum

 

Das Erste Punkt des Tour Festungs Vauban liegt gut erreichbar mitten in der Innenstadt am Rathausplatz.

 

Von Karlsruhe (37 min / 39 km)

B10 und A65 bis L509 in Landau in der Pfalz nehmen, auf A65 Ausfahrt 16-Landau-Zentrum nehmen.

L509 folgen, Rheinstraße und Königstraße bis Trappengasse nehmen.

Von Pirmasens (45 min / 45 km)

Von Schäferstraße und Landauer Str. B10 nehmenB10 bis K13 in Landau in der Pfalz folgen,

auf B10 Ausfahrt Richtung LD-Zentrum/Universität nehmenGodramsteiner Str. und Hindenburgstraße bis Trappengasse nehmen

Von Manheim ( 45 min / 52 km)

Von Kurpfalzstraße, Bismarckstraße/B37 und Parkring B44 nehmenAuf A65 bis Landau in der Pfalz fahren,

auf A65 Ausfahrt 16-Landau-Zentrum nehmenL509 und Rheinstraße bis Trappengasse nehmen

Parken

Parkhaus Zentrum

Am Großmarkt 2

Weißquartierplatz Landau

Weißquartierstraße 25

AlterMessplatz

Nordring 5

 

 

 

Koordinaten

DD
49.198271, 8.111845
GMS
49°11'53.8"N 8°06'42.6"E
UTM
32U 435296 5449876
w3w 
///machen.fertigt.ergänzt
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Fragen & Antworten

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
7,7 km
Dauer
1:55 h
Aufstieg
30 hm
Abstieg
30 hm
Höchster Punkt
165 hm
Tiefster Punkt
139 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch kinderwagengerecht hundefreundlich

Statistik

  • Inhalte
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Funktionen
2D 3D
Karten und Wege
  • 21 Wegpunkte
  • 21 Wegpunkte
Strecke  km
Dauer : h
Aufstieg  Hm
Abstieg  Hm
Höchster Punkt  Hm
Tiefster Punkt  Hm
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