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Stadtrundgang durch Zell (Mosel)

Stadtrundgang · Rheinland-Pfalz
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  • Mosel - Aussicht - Moselschleife - Zeller Land- Zell Mosel
    / Mosel - Aussicht - Moselschleife - Zeller Land- Zell Mosel
    Foto: Inge Faust, Zeller Land Tourismus GmbH
  • / Tourist Information im Rathaus
  • / "Zeller Schwarze Katz" Brunnen
    Foto: Zeller Land Tourismus GmbH
  • / Wein- und Heimatmuseum
  • / "Zeller Schwarze Katz-Brunnen
    Foto: Inge Faust
  • / Eingang Viereckiger Turm
    Foto: Zeller Land Tourismus GmbH
  • / Ehemalige Synagoge Zell
  • / Schloss Zell
    Foto: moselbild.de, Christiane Kroth
  • / Ev. Kirche
    Foto: ZLT
  • / Marienburg Rundwanderweg Zell, Mosel
    Foto: Philipp Bohn, Zeller Land Tourismus GmbH
  • / "Zeller Schwarze Katz"-Brunnen
    Foto: Inge Faust
  • / Marktplatz / Zeller Schwarze Katz Brunnen, Zell (Mosel)
    Foto: Hermann Richard, Zeller Land Tourismus GmbH
m 200 150 100 2,5 2,0 1,5 1,0 0,5 km Evangelische Kirche Zell (Mosel) Zeller Land Tourismus GmbH Ehemalige Synagoge Zell "Zeller Schwarze Katz"-Brunnen "Viereckiger Turm" Verbandgemeindeverwaltung Schloss Zell Älteste Häuser in Zell Spielplatz Festplatz
Sehenswertes und Geschichtsträchtiges
leicht
Strecke 2,9 km
0:50 h
31 hm
29 hm

Viele Sehenswürdigkeiten und Geschichten der Stadt Zell (Mosel) lassen sich auf der rund drei Kilometer langen Strecke erzählen.

Die Weinstadt Zell (Mosel), deren lateinischer Name "Cella" in interessantem Kontrast zu den keltischen Namen "Merl" und "Kaimt", ihrer Vororte steht, ist seit alter Zeit Hauptort im "Zeller Hamm" (Moselschleife). Sie bildet heute, mit 24 Ortsgemeinden im Moseltal und auf dem Hunsrück, die Verbandsgemeinde Zell mit rund 16.000 Einwohnern. Zu einer Reise durch eine bewegte Geschichte, die sich die Stadt in ihren beeindruckenden Bauwerken, verwinkelten Gassen und nicht zuletzt, im malerischen Stadtkern spiegelt, lädt die mehr als 2000 Jahre alte Weinstadt Zell (Mosel) ein. Landschaftliche Reize und klimatische Vorzüge machen die Weinstadt zu einem Anziehungspunkt für Touristen aus der ganzen Welt. Historische Weinkeller, Museen, Schifffahrten, Aktivitäten "rund um den Wein" und die lebendige Gastronomie, bieten eine schier unerschöpfliche Vielfalt den Urlaub zu gestalten. Die ausgedehnten Wanderwege und die attraktiven Ausflugsmöglichkeiten des reizvollen Umlandes, bieten Gelegenheit für mehr als einen Kurzurlaub.

Autorentipp

Wieder am Ausgangspunkt angelangt lohnt ein Blick in das Wein- und Heimatmuseum Zell (Mosel) im Rathaus.

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 14:00 - 17:00 Uhr, Einlass ab 16:30 Uhr

Profilbild von Zeller Land Tourismus GmbH
Autor
Zeller Land Tourismus GmbH
Aktualisierung: 15.11.2021
Schwierigkeit
leicht
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
123 m
Tiefster Punkt
92 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Weitere Infos und Links

https://www.zellerland.de/ihr-zeller-land/unsere-ferienregion/zellmosel

Start

Marktplatz, "Zeller Schwarze Katz" Brunnen, D-56856 Zell (Mosel) (101 m)
Koordinaten:
DD
50.025604, 7.181807
GMS
50°01'32.2"N 7°10'54.5"E
UTM
32U 369768 5543061
w3w 
///orgelbauer.ausgeglichen.karbon

Ziel

Marktplatz, "Zeller Schwarze Katz" Brunnen, D-56856 Zell (Mosel)

Wegbeschreibung

Viele Sehenswürdigkeiten und Geschichten der Stadt Zell (Mosel) lassen sich auf einer rund drei Kilometer langen Strecke erzählen, die an der Tourist Information im Rathaus beginnt.

Mit dem „Zeller Schwarze Katz“-Brunnen haben die Bürger ihrem weltbekannten Wein, der Großweinlage „Zeller Schwarze Katz“, mit dem Brunnen ein würdiges Denkmal gesetzt. Die Brunnenanlage wurde bereits 1936 aus Eifel-Basalt geschaffen. „He steiht ferm wie en Celler us dem Hamm“ - „Er steht fest wie ein Zeller aus dem Hamm“, lautet die Inschrift am Brunnen, da 1522 bei der Verteidigung von Trier gegen den Ansturm des Franz von Sickingen sich eine Hundertschaft Zeller Bürger auf den Weg nach Trier machte, um diesen Ansturm abzuwehren. Dies gelang den Trierern schließlich mit Unterstützung der Zeller Bevölkerung.

Auf dem Weg durch die Fußgängerzone kommt man an zwei der drei ältesten Häusern von Zell vorbei. Das Haus “Müllen”, (Balduinstraße 37) wurde 1532 erbaut und diente als kurtrierisches Burghaus. Das Haus “Bohn”, (Balduinstraße 32) aus dem Jahre 1535 wurde im spätgotischen Stil erbaut. Im Stadtteil Zell-Merl steht das Haus von Flottwell, Hauptstraße 32. Das Bruchstein-Mauerwerk wurde um 1260 erbaut. Das Fachwerk stammt von 1480 und die Bohlenwand ist aus dem Jahr 1565.

Wenige Schritte weiter öffnet sich zur Linken die Aussicht auf den  „Runden Tum“.  Der „Runde Turm“, das Wahrzeichen der Stadt Zell (Mosel), bildete den obersten Turm der ehemaligen Stadtbefestigung. Diese wurde nach dem Großbrand im Jahre 1848 bis auf einige Reste abgerissen und die Steine zum Häuserbau verwendet. Der Runde Turm und der Viereckige Turm blieben jedoch erhalten und dienten als Notwohnungen. Der Turm hat eine Höhe von 14 Meter und einen Durchmesser von sechs Meter. Noch heute erkennt man deutlich die Schießscharten, durch die der Turm den Beinamen „Pulverturm“ erhielt.

Nun ist es nicht mehr weit zur Hochwassertafel in der Fährgasse. Die Hochwasserschutzmauer am Moselufer wurde 1989 zum Schutz der Altstadt gebaut. Erst bei einem Pegelstand von 8,70 Meter (in Trier) überflutet die Mosel die Stadt. (Pegelstand normal: 2,50 Meter - 2,70 Meter). 1993 erreichte die Mosel einen Pegelstand von 11,30 Meter und zählte somit zu den höchsten Hochwasserfluten der letzten Jahrhunderte.

Weiter geht es an der Moselpromenade wo linkerhand  der „Boos von Waldeckhof“ (das heutige Weingut Treis) im Stadtteil Zell-Kaimt sehen ist, welches 1580 erbaut wurde. Das Gebäude ist eines der schönsten Fachwerkhäuser im Moseltal. Es gehörte dem Adelsgeschlecht der Boos von Waldeck, einem seit 1242 bezeugten Zweig des trierischen Ministerialgeschlechts von Waldeck, das später in den Grafenstand erhoben wurde. Ebenfalls gut zu sehen ist die katholische Pfarrkirche St. Jakobus. Der Bau der heutigen Kirche erfolgte nach den Plänen des Architekten Karl-Peter Böhr in den Jahren 1969/1970.

Auf dem Weg an der Moselpromenade erscheint nun die  Fußgängerbrücke. Von hier kann man einen guten Blick auf das Lagenschild der „Zeller Schwarze Katz“ und den hoch über den Weinbergen von Zell (Mosel) gelegenen Collisturm (1906 aus rotem Backstein gemauert). An gleicher Stelle stand früher eine Schutzhütte, die aber Opfer eines „Feuerteufels“ wurde. Aus diesem Grund entschloss sich die Ortsgruppe Zell des damaligen Mosel-Hochwald-Hunsrückvereins zum Bau des Collisturms. Die Moseltalbahn stellte das Baumaterial für das Mauerwerk des Turmes. Der heute weithin sichtbare Turm hat eine Höhe von knapp acht Metern und trägt auf dem Dach eine Wetterfahne. Über den Collis-Steilpfad oder dem Collis-Rundwanderweg geht es zum Collisturm mit seiner Aussichtsplattform. Ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer, die von hier einen herrlichen Blick auf Zell und das Moseltal haben.

An der Mosel entlang geht es nun weiter, am Alten Bahnhof und der Verbandsgemeinde Zell vorbei, in die Schlossstraße zur evangelischen Kirche. Die Kirche wurde im Jahre 1866 auf Schüttergrund erbaut. Daher hatte das Fundament nicht genügend Halt und es bestand Einsturzgefahr. Da eine Reparatur genauso teuer wie ein Neubau gewesen wäre, wurde die Kirche 1954 abgerissen. Beim Neubau der Kirche hielt man sich genau an die Forderungen, die der Senior des sakralen Bauens, Professor Otto Bartning, an den Kirchenbau stellte. Es sollte und soll noch heute ein „überdachtes Glaubensbekenntnis“ sein. Die vier Bronzeglocken wurden in ihrer Klanghöhe und Tonfolge mit dem Geläut der katholischen Kirche abgestimmt.

Nicht weit entfernt befindet sich das Kurfürstliche Residenzschloss Zell. Das spätgotische Stadtschloss gilt als eines der schönsten Barock-Profanbauten an der Mosel. Es wurde unter verschiedenen Kurfürsten errichtet. Das bergwärts gelegene Gebäude wurde aus Bruchsteinen, unter Verwendung von rotem und weißem Sandstein erbaut. Es wird von zwei Rundtürmen flankiert. Dieser rückwärtige, zweitürmige Flügel wird heute als Hotel genutzt. Der vordere, an die Schlossstraße stoßende Flügel, wird von zwei Türmen flankiert und wurde 1542 erbaut. Der zweigeschossige Zwischenbau, wurde auch im 16. Jahrhundert errichtet. Zur gleichen Zeit erhielten Hof und Garten eine Einfriedung, deren Pfeiler Sandsteinfiguren aus der Rokokozeit, der Diana, des Apollo und vermutlich der Minerva tragen.

In einem Nebengebäude des Kurfürstlichen Schlosses wurde die Synagoge untergebracht. Der Eingang der Synagoge befindet sich in der Jakobsstraße. Über dem Eingangsportal sind die Reliefs eines siebenarmigen Leuchters und der Zehn Gebote zu sehen. 1849 verkaufte der damalige Landrat Alexander Moritz die oberen Stockwerke des zum Zeller Schloss gehörenden Domestikengebäudes an die israelitische Gemeinde Briedel-Zell. Da die Gemeinde ständig größer wurde, reichte Mitte der 20er Jahre der Platz für die Gläubigen nicht mehr aus. Aus diesem Grund entschloss man sich, im Inneren der Synagoge mehr Raum zu schaffen und errichtete eine Frauenempore. Im Rahmen dieser Baumaßnahme entstanden auch ein Sternenhimmel und ein größerer Thoraschrein. Dem „Freundeskreis Synagoge Zell“ ist es gelungen, das Gotteshaus als Mahnmal zu erhalten und für Besucher zugänglich zu machen.

Die klassizistische Kirche St. Peter in Zell (Mosel) wurde 1786-1793 im damaligen Kellnereigarten, vor dem unteren Tor des mittelalterlichen Zell erbaut und steht heute im Stadtzentrum. Die aus rotem Sandstein gebaute Kirche ist eine der Schönsten dieses klassizistischen Stils im Moseltal. Das Innere ist größtenteils aus der Zeit des Rokokos und des Kirchenbaues. Der Hochaltar von 1787, in Form eines auf vier Säulen getragenen Baldachins, wurde vom Trierer Bildhauer Matthias Höpp geschaffen. Im Seitenaltar findet man den schönsten und kostbarsten Schmuck der heutigen Pfarrkirche, eine herrliche aus Holz gefertigte spätgotische Madonnenfigur.

Das Mosaik an der Kirchenmauer der Pfarrkirche St. Peter in der Balduinstraße zeigt die Stadtgeschichte von Zell. Dargestellt wird u.a.: das Wappen der Stadt Zell (Mosel) und seiner drei Partnerstädte (Antoing, Triptis, Crépy-en-Valois), der Runde Turm, der Viereckige Turm, der „Zeller Schwarze Katz“- Brunnen, die Moselschleife, das Hungerkreuz, das Scharfrichterkreuz, Darstellungen aus der Römer- u. Keltenzeit sowie die Stadtbefestigung von 1229.

Tipp: Katholische Pfarrkirche St. Michael. Von der ehemaligen Kirche überragt nur noch der Ostturm den Stadtteil Zell-Merl. Die heutige Pfarrkirche ist die Klosterkirche des ehemaligen Minoritenklosters, das schätzungsweise um 1290 gegründet wurde. Im Inneren der einschiffigen Kirche ist ein Antwerpener Schnitzaltar aus der Zeit um 1525 zu bewundern, der zu den prachtvollsten und schönsten dieser Art zählt. Über der Sakristei befindet sich der älteste Dachstuhl Deutschlands (1290).

Über die Römerstraße geht es nun, vorbei am Zeller „Wasserfall“, zum "Viereckigen Turm". Der „Viereckige Turm“ ist ein Teil der alten Stadtbefestigung und diente als Schutz gegen Truppen aus dem Zeller Bachtal. In der frühen Neuzeit war er das „Amtsgefängnis“ und wurde im Jahre 1626 als „Bachturm“ oder „gra(u)er Thörn (Turm)“ bezeichnet. Auf alten Stadtansichten von 1576 und 1646 erkennt man noch Ecktürme und ein steiles Dach. Mit seinen sechs Stockwerken und dem Erdgeschoss hat er eine Höhe von 22 Meter. Im Inneren des Turmes sieht man zwei mächtige Eichenbalken mit altem Türsturz und vier große Fensteröffnungen. Die jetzigen Torbögen wurden erst im 19. Jahrhundert als Zugang zum Friedhof geschaffen.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

mit der Bahn nach Bullay und weiter mit den Linien 720,721 oder 750 nach Zell (Mosel) Lindenplatz

Anfahrt

über die B53 auf die gegenüberliegende Moselseite (über die Doppelstockbrücke Bullay oder die Autobrücke Zell-Kaimt). Danach geradeaus halten bis Höhe Rathaus, Balduinstr. 44, 56856 Zell (Mosel)

Parken

öffentliche Parkplätze entlang der Moselpromenade (kostenpflichtig)

kostenfreie Parkmöglichkeiten in den Straßen "Brandenburg" und "Am Bahnhof"

Koordinaten

DD
50.025604, 7.181807
GMS
50°01'32.2"N 7°10'54.5"E
UTM
32U 369768 5543061
w3w 
///orgelbauer.ausgeglichen.karbon
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Ausrüstung

Grundausrüstung für Stadtrundgänge

  • Festes, bequemes und vorzugsweise wasserfestes Schuhwerk
  • Bequeme Kleidung
  • Sonnen-, Regen- und Windschutz (Hut, Sonnencreme, wasser- und winddichte Jacke/Regenschirm)
  • Sonnenbrille
  • Mobiltelefon
  • Karten
  • Bargeld und EC-Karten
  • Regenschirm
  • Die Listen für die „Grundausrüstung“ und die „technische Ausrüstung“ werden auf der Grundlage der gewählten Aktivität erstellt. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dienen lediglich als Vorschläge, was du einpacken solltest.
  • Zu deiner Sicherheit solltest du alle Anweisungen zur ordnungsgemäßen Verwendung und Wartung deines Geräts sorgfältig lesen.
  • Bitte vergewissere dich, dass deine Ausrüstung den örtlichen Gesetzen entspricht und keine verbotenen Gegenstände enthält.

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Schwierigkeit
leicht
Strecke
2,9 km
Dauer
0:50 h
Aufstieg
31 hm
Abstieg
29 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Hin und zurück Rundtour Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch Geheimtipp barrierefrei hundefreundlich kinderwagengerecht

Statistik

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Karten und Wege
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