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Themenweg / Lehrpfad

Imsbach: Eisenweg der Bergbauerlebniswelt

· 2 Bewertungen · Themenweg / Lehrpfad · Pfalz
Verantwortlich für diesen Inhalt
Pfalz Touristik e.V. Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Führung durch die "Weiße Grube"
    / Führung durch die "Weiße Grube"
    Foto: Pfalz Touristik e.V.
  • / Eingangstor der "Weißen Grube"
    Foto: Pfalz Touristik e.V.
  • / Bergbauerlebnis in der "Weißen Grube"
    Foto: Pfalz Touristik e.V.
  • /
    Foto: Pfalz Touristik e.V.
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    Foto: Pfalz Touristik e.V.
ft 2000 1800 1600 1400 1200 1000 800 3,0 2,5 2,0 1,5 1,0 0,5 mi Ruine Hohenfels

Eine Wanderung auf dem montanhistorischen Rundwanderweg, dem  "Eisenweg" heißt Begegnung mit Relikten von fast 2000 Jahren Bergbaugeschichte in den Wäldern um Imsbach.
mittel
5,5 km
1:45 h
282 hm
282 hm
Zwei rund 1,5 km lange und bis zu mehrere Meter mächtige Erzgänge lieferten im Laufe vieler Jahrhunderte reichlich Eisen. Anfänglich wurde es in Imsbach,  später dann bei der nahegelegenen Eisenschmelz und in Hochstein bei Winnweiler verhüttet. Eisenerz hatte auch für das Wirtschaftsleben der Menschen im Mittelalter eine zentrale Bedeutung. Es kann deshalb vermutet werden, dass der Schutz der Erzvorkommen mit ein Grund dafür war, dass auf einer Höhe unmittelbar über den Erzgruben eine Burg erbaut wurde, die Burg Hohenfels. Nach ihrer Zerstörung im 13. Jh. sind heute nur noch wenige Reste der einst mächtigen Anlage erhalten. Der Eisenerzbergbau bei Imsbach aber überdauerte das Ende der Burg um rund ein halbes Jahrtausend, bis Ende des 19. Jh. die hier gewinnbaren Erzvorräte weitestgehend erschöpft waren.
outdooractive.com User
Autor
Simon Lauchner
Aktualisierung: 29.06.2016

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
541 m
Tiefster Punkt
308 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

teilweise schmale Pfade, und kurze, aber sehr steile Passagen;
nicht kinderwagengeeignet;

Weitere Infos und Links

Bergbauerlebniswelt Imsbach, Verbandsgemeinde Winnweiler (Tel. 06302 / 602-0) oder www.bew-imsbach.de

Donnersberg-Touristik-Verband (Tel. 06352 / 1712)

Start

Wanderparkplatz Langenthal, am "Eisenen Tor" Imsbach (309 m)
Koordinaten:
DG
49.589770, 7.896010
GMS
49°35'23.2"N 7°53'45.6"E
UTM
32U 420209 5493606
w3w 
///salbeitee.gruppen.fischte

Ziel

Wanderparkplatz Langenthal, am "Eisenen Tor" Imsbach

Wegbeschreibung

Der Eisenweg (Markierung 'E') beginnt beim Wanderparkplatz Langnethal, nahe des südlichen Endes der Eisenerzgänge, beim sogenannten 'Eisernen Tor'. Es stellte bis Mitte des 18. Jh. den am tiefsten gelegenen Eingang (bergmännisch als Mundloch bezeichnet) zu einem weitverzweigten Stollensystem dar. Über ihn wurden die Grubenwässer abgeleitet und er diente auch zur Frischluftzufuhr.

Wir folgen dem Eisenweg ab dem Eisernen Tor am Rand einer Wiese hinein ins Langenthal. Nach wenigen hundert Metern treffen wir auf den heute verschütteten Stolleneingang samt den dazugehörigen Abraumhalden aus dem 18. Jahrhundert. Wie aus einer alten Karte hervorgeht, ließ ihn damals die Familie Gienanth, angelegt. Er führt nach Osten unter ihre Eisenerzgrube und diente dort zur Wasserlösung und Bewetterung. Der Eisenweg trennt sich hier vom Kupferweg II und führt weiter in das Langenthal hinein und folgt dabei dem Talgrund.

Nach etwa 350 Metern beschreibt der Weg eine Kurve und wir befinden uns wieder mitten im zentralen Bereich des vergangenen Eisenerzbergbaus. Jetzt begleiten zahlreiche Halden den Weg, anfangs beidseitig, später dann nur noch auf seiner rechten (östlichen) Seite. Das Tal folgt nun dem Verlauf der beiden Erzgänge. Der eine liegt etwas unter dem Talgrund, der zweite wenige Meter östlich davon. Die großen Abraumhalden zeugen davon, dass im Laufe von vielen Jahrhunderten auf der Suche nach Eisenerzen ein ausgedehntes Grubensystem aus Stollen und Schächten mühsam in das harte Rhyolith-Gestein des Donnersberges gehauen wurde.

Bald schon erreichen wir den so genannten 'Pflanzgarten', der im letzten Jahrhundert vom Forst auf der riesigen Halde unterhalb des "Schwarzen Schachtes" angelegt wurde. Dieses Gebiet war bis zuletzt 1940 eines der Versorgungszentren des Eisenbergbaus im Langenthal. In früheren Jahrhunderten haben hier sogar einige Wohnhäuser der Bergleute gestanden.

Der Eisenweg folgt nun, stetig ansteigend , weiter dem Talgrund, entlang vieler, teilweise über 10 m hohen Halden und erreicht schließlich das Gebiet des Imsbacher Bergbaureviers, in dem die ältesten Spuren nachgewiesen wurden. Bei archäologischen Grabungen wurden hier bei drei Eisenverhüttungsplätzen unter anderem Gefäßscherben gefunden, die aus römischer Zeit stammen. Die alte Technik der Eisengewinnung wird bei den Verhüttungsplätzen erklärt. Nur wenige Meter davon entfernt, auf der anderen Seite des Weges, liegt ein so genanntes Pingenfeld. Hier wird auf die heute noch erhaltenen Reste rämischen Bergbaus hingewiesen.

Nun folgt der mühsamste, da steilste Anstieg des Rundweges. Er wird weiterhin von alten Halden begleitet. In solch einer Landschaft bekommt man eine Vorstellung davon, welche Mühen und Anstrengungen es die Menschen früher mit nur einfachen technischen Hilfsmittel gekostet hat, Erz und Baumaterial zu transportieren.

Am Ende des Anstieges erreicht man die 'Kronbuchenhütte' an der höchsten Stelle des Langenthales. Die Hütte des Verkehrsvereins Imsbach ist an Sonn- und Feiertagen bewirtschaftet, und bietet dann eine sicherlich willkommene Möglichkeit zur Rast.

Der Eisenweg biegt hier nach rechts (Südosten) ab und verläuft jetzt für einige Zeit am oberen Hang des Langenthales, über den alten Gruben. Nach rund 800 m erreicht er die mehr als 1100 Jahre alten Reste der Burg Hohenfels, die möglicherweise auch zum Schutz der wichtigen Eisenbergwerke errichtet wurde. Auf einer Tafel wird ausführlich die Geschichte der 1351 zerstörten Anlage erklärt.

Weiter am oberen Hang führt der Wanderweg nun bis zum 'Beutelfels', eine schroffe, steil abfallende Felsklippe aus Rhyolith-Gestein (517 m ü. NN), von der aus man bei gutem Wetter einen atemberaubenden Blick in das südliche Umland des Donnersberges hat. Er entschädigt bestimmt jeden für die Mühen des Aufstieges.

Nun beginnt der Abstieg zurück zum Eisernen Tor. Der Weg ist hier teilweise schmal und in den anstehenden Fels gehauen. Nach einigen 100 Metern erreicht man ersten Relikt des Eisenerzbergbaus: die 'Rote Halde'. Sie liegt direkt über einem der Eisenerzgänge. Die Halde ist auch heute noch weitgehend unbewachsen und fein verteilter Hämatit lässt sie im Sonnenlicht intensiv rot leuchten.

Von der Halde aus folgt ein kurzer, steiler Abstieg ins Tal. Vorbei an weiteren Halden des Eisenerzbergbaus erreicht man schon bald die beiden Besucherbergwerke der Bergbauerlebniseelt Imsbach: die 'Weiße Grube' (Kupfer, Kobalt, Silber) und die 'Grube Maria' (Eisen).

In der Grubenhütte besteht während der Öffnungszeiten die Möglichkeit zur Stärkung.
Weitere Informationen zur Bergbauerlebniswelt unter www.bew-imsbach.de.

Von den Besucherbergwerken ist es nun nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt der Wanderung, dem 'Eisernen Tor'.
Nach ca. 300 m, vorbei an mehreren ehemaligen Eisenerzgruben erreichen wir wieder den Parkplatz.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit der Bahn nach Winnweiler und dem Bus oder dem Anruf-Linientaxi (Infos unter Tel. 06352-710-192) nach Imsbach.
Fahrplanauskünfte unter www.vrn.de

Anfahrt

A63 bis Ausfahrt Winnweiler, weiter über die B48 nach Winnweiler-Mitte und der Straße nach Imsbach, der Beschilderung "Bergbauwelt Imsbach" folgen.

Parken

Wanderparkplatz Langenthal, am "Eisenen Tor" Imsbach

Koordinaten

DG
49.589770, 7.896010
GMS
49°35'23.2"N 7°53'45.6"E
UTM
32U 420209 5493606
w3w 
///salbeitee.gruppen.fischte
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Ausrüstung

festes, knöchelhohes Schuhwerk dringend empfohlen!

Fragen & Antworten

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Bewertungen

3,5
(2)
Jens Huemer
25.03.2017 · Community
schöne Aussicht in den pfälzer wald und in die umgebung allgemein war auch gut zu laufen und sehr gut ausgeschildert
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Gemacht am 25.03.2017
A. J.
30.03.2014 · Community
Knackiger Anstieg am Anfang. Ab der Burg Hohenfels hat sich die wegeführung geändert. Der Weg der vom GPS vorgegeben wird gibt es nicht mehr. Zugewachsen! Entweder der neuen Beschilderung folgen oder Abenteuer mit GPS.... Wir entschieden uns fürs abenteuer. Trittfestigkeit erforderlich und nichts für Kleinkinder da man an manchen Stellen etwas klettern muss.... Trotzdem eine sehr interressante Tour!
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Gemacht am 30.03.2014

Fotos von anderen


Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
5,5 km
Dauer
1:45h
Aufstieg
282 hm
Abstieg
282 hm
Rundtour geologische Highlights

Statistik

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