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Themenweg / Lehrpfad

Römerkanal-Wanderweg (Nettersheim - Köln)

Themenweg / Lehrpfad • Eifel
Verantwortlich für diesen Inhalt
Eifel Tourismus GmbH
  • Etappe 1
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    Foto: Natalie Glatter, Wandermagazin
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    Video: Nordeifel Tourismus GmbH
Karte / Römerkanal-Wanderweg (Nettersheim - Köln)
0 150 300 450 600 m km 20 40 60 80 100 Nettersheim Dottel Feyer Mühle Euskirchen-Kreuzweingarten Rheinbach Bornheim-Brenig Brühl (Wasserturm) Köln-Sülz
Wetter

Dem Römerkanal von früher folgt der “modernisierte” 115 km lange Römerkanal-Wanderweg entlang der Relikte des Römerkanals auf insgesamt 7 Etappen. 

leicht
116,8 km
38:00 Std
667 hm
1065 hm

Entlang des ca. 100 km langen Römerkanals von Nettersheim nach Köln - eine fast zweitausend Jahre alte ingenieurtechnische Meisterleistung- verläuft der 115 km modernisierte Römerkanal-Wanderweg auf insgesamt 7 Etappen. Der perfekt ausgeschilderten und markierten Weges sind über 50 neue Informationstafeln an römischen Relikten installiert.  Zur Einkehr locken die  Gastronomie- und Übernachtungsbetriebe des Routenteams. Guides bieten geführte Wanderungen auf dem Römerkanal-Wanderweg an. Duch die parallel verlaufende Bahnlinien der Deutschen Bahn (DB) und der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB), eignet sich der Römerkanal-Wanderweg neben Mehrtages- auch für Tageswanderungen.

 

Etappen: 

1. Nettersheim-Kall (15km, 4-5 Std)  

2. Kall-Mechernich (16km, 4-5 Std)

3. Mechernich-Euskirchen  (13km, 3-4 Std)

4. Euskrichen-Rheinbach  (16km, 4-5 Std)

5. Rheinbach-Bornheim (22km, 4-5 Std)

6. Bornheim-Brühl (15km, 4-5 Std) 

7. Brühl-Köln (19km, 5-6 Std)

Autorentipp

Unter www.eifel-blicke.de finden Sie Panoramabilder der Eifeler Landschaft.

Die Gastgeber und Pauschalangebote unter www.roemerkanal-wanderweg.de.

 

outdooractive.com User
Autor
Patrick Schmidder / Nordeifel Tourismus GmbH
Aktualisierung: 21.09.2018

Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
518 m
49 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Zu Ihrer eigenen Sicherheit bleiben Sie bitte stets auf ausgewiesenen Wegen und verlassen diese nicht.

 

Ausrüstung

Entlang des Römerkanal-Wanderweges bieten sich zahlreiche Einkehrmöglichkeiten. Lunchpakete und Getränke gehören dennoch ins Gepäck. 

Besondere Vorkehrungen bezüglich der Ausrüstung sind nicht nötig.

 

Weitere Infos und Links

Nordeifel Tourismus GmbH

Bahnhofstraße 13
53925 Kall
Tel.: 024 41 - 99 457 - 0
Fax: 024 41 - 99 457 - 29
E-Mail: info@nordeifel-tourismus.de
www.nordeifel-tourismus.de

 

Wandern ohne Gepäck!

Die Nordeifel Tourismus (NeT) GmbH hat für Sie mehrtägige Wandertouren zusammengestellt. Buchen Sie Ihre individuelle Wandertour inklusive Hotel, organisierten Lunchpaketen und Gepäcktransfer. Viel Spaß beim Wandern!

 

Wanderfreundliche Gastgeber: 

Planen Sie eine Übernachtung? In einem Hotel, einem Privatzimmer einer Pension, einer Ferienwohnung oder einem Ferienhaus in der Eifel? Die wanderfreundlichen Gastgeber der Eifel können Sie bei der Eifel Tourismus GmbH und Nordeifel Tourismus GmbH Ihren Wünschen entsprechend bequm suchen und auch online buchen.  


Rhein-Voreifel Touristik e.V., Tel. 0228/95 44-100
info@rhein-voreifel-touristik.de, www.rhein-voreifel-touristik.de
Rhein-Erft Tourismus e.V., Tel. 02271/9 94 99-40
info@rhein-erft-tourismus.de, www.rhein-erft-tourismus.de
KölnTourismus GmbH, Tel. 0221/2 21-30400
info@koelntourismus.de, www.koelntourismus.de

Start

Naturzentrum Eifel: Urftstraße 2, 53947 Nettersheim (447 hm)
Koordinaten:
Geographisch
50.490394 N 6.627764 E
UTM
32U 331733 5595845

Ziel

Köln-Sülz

Wegbeschreibung

1. Etappe: Was könnte ein besserer Startpunkt für die Wanderung entlang des Römerkanales sein als das Naturzentrum Eifel (S) . Dies liegt nur etwa 400 Meter vom Bahnhof Nettersheim entfernt und ein Besuch sollte auf keinen Fall fehlen. Die abwechslungsreiche Themenauswahl und deren liebevolle Aufbereitung ist die perfekte Mischung, um sich über die Vielfältigkeit des Lebensraumes Eifel zu informieren. Geologische Besonderheiten und Eigenheiten der Region werden auf spannende Weise erklärt und sind mit einem beeindruckenden Korallenriffaquarium geradezu greifbar. Dabei spielen natürlich auch die Römer, Archäologie und die naturkundliche Geschichte der Region eine wesentliche Rolle.
Den Römern schließlich ist es zu verdanken, dass längst vergangene Zeiten nicht theoretisch bleiben müssen. Durch außergewöhnliche Ingenieurskunst schufen sie hier eines der bemerkenswertesten Bauwerke nördlich der Alpen: den Römerkanal. Zunächst führt der gleichnamige Wanderweg durch Nettersheim, um anschließend den naturnahen Pfaden zum „Grünen Pütz“ (1) im Tal der Urft zu folgen. Diese römische Quellfassung stellt den Beginn der Wasserleitung nach Köln dar. Entlang der Urft wandert man auf ebenen Wegen durch ein reizvolles Bachtal bis zur Ortschaft Urft. Kurz hinter Urft liegt zur Linken die ehemalige Wasserburg Dalbenden (2) . Die im 12. Jh. erbaute Anlage wurde in den nachfolgenden Jahrhunderten mehrfach erweitert. Nachdem die Burg im 2. Weltkrieg erhebliche Zerstörungen erlitt, wurden die Gebäude aufwändig restauriert. Gegenüber von Dalbenden heißt es nun kräftig steigen: Ein schmaler Pfad führt durch den dichten Wald hinauf auf den Stolzenberg (3) . Ein paar Schritte links des Wanderweges steht man am Rand einer steilen Abbruchkante, von der sich ein herrlicher Eifel-Blick bietet. In dieser exponierten Lage befand sich einst eine mittelalterliche Burganlage, von der noch einige Mauerreste zu sehen sind. Die Wasserleitung gab hier Anlass zu einer Legende: Es wurde von geheimnisvollen Gängen berichtet, die sich unter der Stolzenburg befanden. Vorbei an Wäldern, Wiesen und Feldern führt die Wanderung durch die Dörfer Sötenich und Keldenich (4) nach Dottel, einem Ortsteil von Kall. Durch die Höhenlage des Ortes fällt sofort die weithin sichtbare, strahlend weiß getünchte Kirche in Keldenich ins Auge.

2. Etappe: Von Dottel (S) wandert man weiter sanft ansteigend auf eine weite Hochfläche, deren höchster Punkt der fast 500 Meter hohe Ravelsberg ist. Diese luftige Höhe ist ein idealer Standort für Windkraftanlagen, die sich hier inmitten der Wiesen und Felder aus dem Boden erheben. Vom Wirtschaftsweg zweigt man nach rechts auf einen Feldweg ab, der bald entlang einer schmalen Wiese, die zwei Waldgebiete voneinander trennt, sanft bergab führt. Am Ende des schönen Weges geht es in Richtung Königsfelder Tal weiter. Die reizvolle Kombination von Mischwald auf der einen Seite und saftigem Wiesengrund auf der anderen bleibt bis zur Siedlung Urfey erhalten. Hier treffen zwei kleine Bäche aufeinander, die zusammen den Veybach bilden. Am Dorfrand wird der schmalen Straße gefolgt, um kurz vor deren Einmündung in die Kreisstraße K32 dem Wiesenweg hinauf zum Waldrand zu folgen. Gegenüber einem einzeln stehenden Wohnhaus führt eine Treppe zu einem auf den ersten Blick unscheinbaren Gebäude hinunter. Das Außergewöhnliche, eine
römische Brunnenstube (1) , ist in dem Gebäude zu bestaunen. In einem 3,5 x 5,8 Meter großen Becken wurde Quellwasser gesammelt, das dann wiederum in die römische Wasserleitung
geleitet wurde. Nach dem Überqueren der Straße und des Veybaches steht ein langer Anstieg auf einem breiten Weg durch den Wald an. An dessen Ende wartet eine schöne Aussicht auf das Dorf Vollem und wenig später auf Eiserfey. Hier befindet sich ein
Wassersammelbecken, das durch eine verzweigte Wasserleitung zugleich von zwei Quellen gespeist wurde – eine weitere Meisterleistung der römischen Ingenieure! Dann geht es weiter ins nahe Vussem, wo am Ortsrand schon die nächste Sehenswürdigkeit wartet. Scheinbar nichts konnte die einstigen Bauherren von ihren Plänen abbringen und so errichteten sie eine etwa 80 Meter lange Aquäduktbrücke (2) , um das kostbare Nass in rund zehn Meter Höhe über ein Tal zu leiten. Ein Teil dieser Brücke wurde rekonstruiert und gibt einen hervorragenden Eindruck der Baukunst wieder. Vorbei am Ortsrand von Breitenbenden führt der Römerkanal-Wanderweg in einem Zick-Zack-Kurs zu gut erkennbaren Gebäuderesten (3) . Wozu diese einst dienten, ist nicht bekannt, es wird aber vermutet, dass von hier aus ein Teil der Wasserleitung überwacht und instand gehalten wurde. Der Weg verläuft geradewegs weiter zur Feyer Mühle. An der Wegkreuzung vor dem Gehöft zweigt der linke Weg ab nach Mechernich, dessen Zentrum mit Bahnhof bald erreicht ist.

3. Etappe: Von Mechernich geht es zunächst zurück zur Feyer Mühle (S) , an der wieder auf den Römerkanal-Wanderweg eingestiegen wird. Das Gebäude wurde im Jahr 1756 errichtet und bis zur Mitte des 19. Jh. als Kornmühle betrieben. Danach wurde sie zu einem landwirtschaftlichen Gehöft umgebaut. Ein Waldweg führt hinein in den Hombusch (Mechernicher Wald). In Höhe der Landstraße wird auf einen breiten, mit Steinen befestigten Weg gewechselt. Dieses Gebiet besticht durch seine zahlreichen mächtigen Eichen, die einen lichtdurchfluteten Wald bilden. Zwischendrin gesellen sich immer wieder Kiefern und Birken sowie Heidepflanzen hinzu. Eine wunderschöne Komposition der Natur, die immer wieder zum Innehalten und Durchatmen verführt und damit zu einem der landschaftlichen Highlights dieser Wanderung zählt. Anschließend wandert man auf Feldwegen nach Lessenich (1) und weiter nach Antweiler. Kurz nach Antweiler beeindrucken schöne Fernblicke, und bald wechseln sich wieder Forstgebiete und Feldflure ab. Bis zur nächsten Sehenswürdigkeit ist es nicht weit, und die Gemäuer des Klosters Maria Rast (2) lugen zwischen den Bäumen hervor. Die reizvolle naturnahe Lage der gepflegten Anlage ist ein idealer Ort, um sich zurückzuziehen und die Ruhe auf sich wirken zu lassen. Vorbei an der klostereigenen Gärtnerei führt ein Pfad in den Wald, der sich schon sehr bald wieder traumhaft schön präsentiert. Am Ortsrand von Kreuzweingarten wird der Straße Am Römerkanal gefolgt. An deren Ende schließt sich der Sportplatz an, vor dem nach rechts abgebogen wird. Ein schmaler Pfad führt durch ein flächendeckend mit Efeu überwuchertes Waldstück, in dem man auf den so genannten Heidentempel (3) trifft. Auch die Mauerreste dieses römischen Bauwerkes stehen inmitten der immergrünen Kletterpflanzen, was ein wildromantisches Bild ergibt. Gemutmaßt wird, dass das 1928 von Pfarrer Nikola Reinartz entdeckte und 1967 archäologisch untersuchte Gebäude ehemals als Tempel an der Wasserleitung diente. Nun wandert man kurz, aber wieder steil hinab nach Kreuzweingarten, zum Ziel dieser Etappe. 

4. Etappe: Die Etappe beginnt unmittelbar an der Haltestelle Euskirchen-Kreuzweingarten (S) . Nach dem Überqueren der Gleise wird dem asphaltierten Radweg ein kurzes Stück nach rechts gefolgt, bevor ein Pfad abzweigt und den Berg hinauf führt. Nach einigen Kehren ist das mächtige Gipfelkreuz auf dem Alten Burgberg erreicht und ein herrlicher Blick auf Kreuzweingarten kann in Ruhe genossen werden. Weiter geht es auf einem bequemen Wanderweg durch schönen Laubwald zu einem faszinierenden Gemäuer: zur Ruine der Hardtburg (1) . Wer nun aufgrund der topografischen Gegebenheiten mit einer Höhenburg rechnet, wird sehr überrascht sein. Der unmittelbare Weg zu der gut erhaltenen Ruine wird durch einen Burggraben „versperrt“ – die Anlage wurde im
11. /12. Jh. als Wasserburg erbaut. Die Besichtigung der teilweise frei zugänglichen Burgruine sollte nicht versäumt werden. Hinweis: Nebenstehendes Wohnhaus und Forstdienststelle befindet sich in Privatbesitz und ist nicht zugänglich! Dabei gilt es aber zu beachten, dass Dohlen, Turmfalken und verschiedene Fledermausarten den Turm als optimale Brut- und Aufzuchtstätte ausgemacht haben. Zur Brutzeit ist dieser geschlossen. Nach wenigen hundert Metern eröffnet sich nahe dem Ortsrand von Stotzheim ein herrlicher weiter Blick über fruchtbares Land hin zum Gebirgszug Ville. Wiesen und Felder sind auf den nächs-ten Kilometern die ständigen Begleiter, dabei werden kurz nacheinander die Ortschaften Niederkastenholz, Flamersheim (2) sowie Palmersheim passiert. Kurz hinter Flamersheim wartet mit der ehemaligen Wasserburg Ringsheim (3) bereits der nächste historische Ort. Das Gemäuer ist das einzige Bauwerk, welches von der im 17. Jh. wüst gefallenen Siedlung Ringsheim erhalten geblieben ist. Nach einer langen Geraden wird man von den Bahngleisen bis zu einer Landstraße am Stadtrand von Rheinbach begleitet. Nach deren Überquerung hält man sich rechts auf dem Fußweg durch ein Wohngebiet und geht bis zum schmalen Wallbach sowie der unmittelbar angrenzenden Rosenstraße. Weiter geht es geradeaus in die Fliederstraße, der bis zum Kreisel gefolgt wird. Hier biegt man nach links in die Münstereifeler Straße ab und wandert geradeaus, bis man erneut auf einen Kreisel trifft und sich damit schon fast im Zentrum von Rheinbach befindet. Geradeaus sind es über die Bahnhofstraße nur etwa 300 Meter zum Bahnhof. Der Römerkanal-Wanderweg setzt sich nach rechts über die Straße Vor Dem Dreeser Tor in Richtung Altstadt fort. In Rheinbach empfiehlt sich ein Besuch des Naturparkzentrums Himmeroder Hof und des Glasmuseums.

5. Etappe:  Startpunkt dieser Etappe ist der Kreisverkehr an der Straße Vor Dem Dreeser Tor (S) . Auf dieser bis zur Kreuzung mit der Martinstraße gehen, rechts abbiegen und gleich wieder halb links auf die Pützstraße. Hinter dem historischen Stadttor wird ein Parkplatz gequert und an dessen Ende das Glasmuseum passiert. Rheinbach gilt auch als „Stadt des Glases“, denn 1947 siedelten sich hier deutsche Glasveredler aus Nordböhmen an und entwickelten ihre Handwerkskunst weiter. Nach wenigen Metern erheben sich die Reste der Rheinbacher Burg (1) in die Höhe. Der mächtige Rundturm wird auch als Hexenturm bezeichnet, da das unterste Geschoss zur Zeit der Hexenverfolgung vermutlich als Gefängnis genutzt wurde. Nach Überqueren der Hauptstraße geht man am ehemaligen Krankenhaus vorbei und gelangt über die Straßen Römerkanal und Am Getreidespeicher zu einer Unterführung kurz vor dem Bahnhof. Danach wandert man vorbei am Wasserwerk und folgt dem Wirtschaftsweg entlang der Bahngleise sowie den Obstbaumplantagen bis nach Lüftelberg (2) . An der Petrusstraße liegt die St. Petruskirche, in der die Heilige Lüfthildis unter einer Sinterplatte des Römerkanals begraben wurde. Von dort aus ist es ein rund 100 Meter kurzer Abstecher zur Burg Lüftelberg. Die ursprünglich als Wasserburg entstandene Anlage wurde im 18. Jh. zu einem Schloss umgebaut. Bemerkenswert sind der Gartensaal und der Barockgarten. Auf einem breiten Schotterweg wandert man an einer Kiesgrube vorbei und durchquert wenig später die Ortschaft Buschhoven. Inmitten des hübschen Ortes befindet sich ein kleiner See. Dieser war Teil eines Burggrabens, der ein ehemaliges Wasserschloss umgab. Am Ortsrand wandert man an einer Kapelle vorbei und betritt mit dem Kottenforst ein dichtes Waldgebiet. Im Kottenforst bietet der Ausbruchsgraben das deutlichste Zeugnis des Römerkanals. An einer Wegspinne trifft man auf eine Schutzhütte und den „Eisernen Mann“ (3) . Hierbei handelt es sich um einen im Boden verankerten Roheisenbarren. Die Herkunft und der einstige Verwendungszweck lassen Raum für zahlreiche Vermutungen und so ist es nicht verwunderlich, dass sich zahlreiche Sagen um diesen Platz ranken. Der nächste markante Punkt ist der „Kamelleboom“. Die Bezeichnung geht darauf zurück, dass hier einst die Kinder an einem Baum auf die Rückkehr ihrer Eltern vom Wochenmarkt warteten – verbunden mit der Hoffnung auf mitgebrachte Bonbons. Kaum hat man den Wald verlassen, befindet sich zur Linken ein Golfplatz (4) und man blickt bald auf die Orte Bornheim und Brenig, dem Ziel der heutigen Etappe. Die Rückfahrt zur Stadtbahn-Haltestelle Bornheim ist mit dem Bus oder als Fußweg (2 km) möglich.

6. Etappe:  Von Brenig (S) geht es nach Hemmerich. Dort nach rechts in die Pützgasse und die nächste links in die Kreuzbergstraße, befindet man sich schon mitten im Ort. Auffallend ist hier die Burgruine mit einer fast schon mystischen Ausstrahlung. Nachdem das Gemäuer in der zweiten Hälfte des 19. Jh. nach einem verheerenden Brand neu aufgebaut wurde und danach zwei Weltkriege schadlos überstand, wurde die Burg 1945 erneut niedergebrannt. In Hemmerich wurden Teile der Friedhofsmauer aus Material des Römerkanals gebaut. Von Hemmerich wandert man über die Hemmergasse nahtlos in den Nachbarort Rösberg. Vorbei an der Kirche und dem einladenden Gasthaus „Markusstube“ führt eine romantische Kastanienallee in den nur etwa 500 Meter entfernten Ort Mertener Heide. Zwischen den beiden Orten liegt direkt am Weg ein prachtvolles Anwesen: das im 18. Jh. fertiggestellte Schloss Rösberg (1) . Zum Bau des Schlosses wurden Steine der ehemals in Rösberg befindlichen Burg verwendet. Kurz nach dem Ortsrand von Mertener Heide führt ein breiter Weg in den Wald und bald vorbei an einer Schutzhütte. Ein Abstecher nach Walberberg führt zu besonders sehenswerten römischen Relikten abseits der Hauptroute. Auf der Wanderung durch das reizvolle Waldgebiet bietet sich die Möglichkeit, einen nur etwa 500 Meter kurzen Abstecher zum herrlich gelegenen Berggeistweiher (2) zu unternehmen. Wer keine Lust auf den gleichen Rückweg hat, kann den See auch vollständig umrunden. Dafür müssen etwa zwei zusätzliche Kilometer eingeplant werden. Nach dem Queren der A553 gelangt man zur faszinierenden Ville-Seenplatte. Diese Seenplatte ist nicht auf natürliche Weise entstanden, sondern durch die hier im 19. und 20. Jh. geförderte Braunkohle. Nach der Stilllegung der Gruben wurde das Tagebaugelände auf einer Fläche von rund 75 km² renaturiert. Die dadurch entstandenen Seen und Weiher sind heute wertvolle Biotope und wichtige Rückzugsgebiete für viele Tier- und Pflanzenarten. Vorbei am Villenhofer Maar (3) , gelangt man zum Pingsdorfer See und somit auch an eine Wegkreuzung direkt am Waldrand. Der Römerkanal-Wanderweg zweigt hier nach links ab. Über den geradeaus führenden Weg wird nach ca. 100 Metern die Maiglerstraße in Brühl-Pingsdorf erreicht. Von dort aus ist es nicht weit zum Etappenziel, dem Brühler Wasserturm.

7. Etappe:  Die letzte Etappe des Römerkanal-Wanderwegs beginnt am ehemaligen Wasserturm in Brühl (S) , in dem sich heute ein Restaurant mit Biergarten befindet. In unmittelbarer Nähe kann man sich im Kletterwald auch einmal in luftige Höhen begeben. Nach Überqueren des Palmersdorfer Bachs empfängt einen der Heider Bergsee (1) mit Campingplatz und Strandbad. Zwischen dem See und dem Brühler Stadtteil Heide entlang, führt der Weg bald über Bahngleise und eine Landstraße bis kurz vor den Parkplatz am Bleibtreusee. Wieder bestimmt herrlicher Laubwald die Szenerie und es dauert nicht lange und der nächste See schiebt sich ins Blickfeld. Schmal und lang gestreckt liegt er zwischen den prächtigen Bäumen. Der Weg führt unmittelbar am Ufer entlang, bis man auf einen im Wasser liegenden Felsen, den der Name Margarethe ziert, trifft. Hier geht es rechts ab und weiter nach Fischenich. Hinter der Kirche erreicht man die Ruine der Fischenicher Burg aus dem 12./13. Jh., für deren Erbauung Gussbetonblöcke des hier unweit am Fuße des Villehangs verlaufenden Römerkanals verwendet wurden, die bis heute im Mauerwerk deutlich zu erkennen sind. Ein Wirtschaftsweg führt in das nur 500 m entfernte Kendenich. Direkt am Ortseingang von Kendenich wird man von einem Wahrzeichen der Stadt Hürth, der barocken Wasserburg Kendenich (2) , begrüßt. Am Ortsrand von Kendenich entlang geht es bis zur B265, nach deren Überquerung man in das Naherholungsgebiet „Hürtherberg“ kommt. Es handelt sich um eine rekultivierte ehemalige Braunkohlengrube. Von der Spitze des Berges bietet sich ein toller Blick auf die gesamte rheinische Bucht, auf Köln mit seinem weltberühmten Dom und das Bergische Land im Hintergrund. Bei guter Sicht kann man nach rechts bis zum Siebengebirge sehen. Der Weg schlängelt sich durch das frühere Grubengelände, vorbei an einem kleinen See bis ins Ortszentrum von Alt-Hürth mit der Kirche St. Katharina (3) . Von hier folgt der Weg über die Kreuzstraße etwa dem Verlauf der früheren Wasserleitung aus dem Hürther Tal bis zum Rat- und Bürgerhaus. Durch den Hermülheimer Burgpark geht es entlang des Duffesbaches, vorbei an dem interessanten Leitungsaufschluss an der Realschule, nach Efferen auf die Bachstraße. Dieser Aufschluss zeigt einen Bestandteil der Doppelleitung, die nach der Erhebung Kölns zur Colonia zu dieser erweitert wurde. Im Bereich des Grüngürtels befindet sich ein Absetzbecken, das zur Klärung des Wassers und als Absperrvorrichtung diente. Unter der A4 hindurch, passiert man bald das Clubhaus des 1. FC Köln und folgt der Berrenrather Straße zum Ende des Römerkanal-Wanderweges in der Straße Sülzgürtel.
In der Luxemburger Straße besteht die Möglichkeit, mit der KVB-Linie 18 in Richtung Köln Hbf. oder Brühl, die Heimreise anzutreten.

Öffentliche Verkehrsmittel

Die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist sehr gut.

Die Straßenbahnlinie 18 der KVB sowie die Linien RE12, RE22, RB23 und RB24 der Deutschen Bahn verbinden die Etappenorte zuverlässig. Weitere Infos unter www.bahn.de und www.vrs.de

Anfahrt

A1 AS Nettersheim, dann weiter über die L205 bis Nettersheim

Parken

Bahnhof in Nettersheim sowie am Naturzentrum Eifel (Urftstraße 2, 53947 Nettersheim) 

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Schwierigkeit
leicht
Strecke
116,8 km
Dauer
38:00 Std
Aufstieg
667 hm
Abstieg
1065 hm
Streckentour aussichtsreich Etappentour Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights

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