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Wanderung empfohlene Tour

Edenkobener Rundweg 6

Wanderung · Pfalz
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Zum Wohl. Die Pfalz. Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Foto: Tourismusbüro Verein SÜW Edenkoben, Zum Wohl. Die Pfalz.
m 650 600 550 500 450 7 6 5 4 3 2 1 km Schänzelturm Forsthaus Heldenstein
Parkplatz - Schänzelturm - Schanze 1 - Kanonenweg - Forsthaus Heldenstein - Hergottsbrunnen - Parkplatz
mittel
Strecke 7 km
2:05 h
151 hm
151 hm
607 hm
459 hm

UFFBASSE! - Kampagne für ein rücksichtsvolles Miteinander in der Natur

  • Verhalte Dich stets vorausschauend, freundlich und rücksichtsvoll gegenüber allen, die Du unterwegs triffst.
  • Achte auf die Natur, zerstöre keine Pflanzen und bleibe immer auf den Wegen. Versuche übermäßigen Lärm zu vermeiden und verlasse vor der Dämmerung den Wald.
  • Denk an eine Mülltüte für unterwegs und nimm Abfälle wieder mit nach Hause.
  • Bitte nimm Deinen Hund stets an die Leine. Andere Besucher und Tiere danken es Dir.
  • Beachte zu Deiner eigenen Sicherheit alle Wegesperrungen, auch am Wochenende.
  • Parke nur auf ausgewiesenen Parkplätzen. Lass Platz für Rettungsfahrzeuge und landwirtschaftliche Maschinen.
  • Gib land- und forstwirtschaftlichem Verkehr bitte den Vorrang.
Profilbild von Tourismusbüro Verein SÜW Edenkoben
Autor
Tourismusbüro Verein SÜW Edenkoben
Aktualisierung: 04.04.2022
Schwierigkeit
mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
607 m
Tiefster Punkt
459 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Wegearten

Schotterweg 0,04%Naturweg 36,03%Pfad 12,39%Straße 0,49%Unbekannt 51,03%
Schotterweg
0 km
Naturweg
2,5 km
Pfad
0,9 km
Straße
0 km
Unbekannt
3,6 km
Höhenprofil anzeigen

Einkehrmöglichkeiten

Forsthaus Heldenstein

Sicherheitshinweise

Besonders im Herbst ist auch darauf zu achten, dass das am Boden liegende Laub Unebenheiten, Wurzeln, Steine oder Löcher im Weg verdecken kann. Nach Gewittern oder Regenstürmen können auch im Nachhinein noch Bäume umstürzen oder Äste herabfallen. Gerade bei widrigen Wetterverhältnissen kann es bei naturnahen Wegen zu matschigen und rutschigen Passagen kommen. Nicht alle Felsen oder Abgründe sind mit Seilen oder Geländern gesichert. Stellenweise ist Trittsicherheit erforderlich. Mit Wegebeeinträchtigungen dieser Art müssen Sie rechnen, wenn Sie eine Wanderung unternehmen. Sollten Sie bei bestimmten Wegeabschnitten der Meinung sein, dass diese für Sie nicht begehbar sind, dann sollten Sie diese umgehen.

 

HINWEIS:

Wir sind bestrebt, alle Sperrungen, die durch Waldarbeiten oder Jagdgesellschaften auftreten auf dieser Plattform anzukündigen. Trotzdem gibt es Situationen, wo Wanderwege gesperrt sind und wir vielleicht nicht informiert wurden. Sollten Sie unerwartet auf eine Wegsperrung oder Umleitung treffen, bitten wir Sie, die Hinweise zu Ihrer eigenen Sicherheit zu beachten.

Start

Der Einstieg für den Rundweg 6 ist am Wanderparkplatz Lolosruhe oder am Wanderparkplatz am Forsthaus Heldenstein möglich. (568 m)
Koordinaten:
DD
49.301390, 8.034460
GMS
49°18'05.0"N 8°02'04.1"E
UTM
32U 429805 5461409
w3w 
///beruhigung.freudige.rüssel
Auf Karte anzeigen

Ziel

Ende der Tour je nach Start, am Wanderparkplatz Lolosruhe oder Wanderparkplatz Forsthaus Heldenstein.

Wegbeschreibung

Der Wanderweg bewegt sich auf den Spuren der Schänzel-Kämpfe im Sommer 1794 während des 1. Koalitions-Krieges (1792 - 1794), als Frankreich nach der französischen Revolution den europäischen Adelshäusern den Krieg erklärte.

Vom Parkplatz Lolosruhe führt der Weg über den Herrgottsbrunnen zum Parkplatz Heldenstein. Einige Grenzsteine am Weg zeigen die Waldgrenze zwischen Kirrweiler (Bischofsstab) und St. Martin (Hufeisen). Vom Parkplatz Heldenstein geht es über den Kanonenweg hoch zum Plateau der Denkmäler.

Das Plateau war im Sommer 1794 die preußische Hauptschanze gegen die von Ramberg her anrückende französische Rheinarmee. Die Schanze war halbmondförmig angelegt und ausgebaut für drei Geschütze mit zwei Gräben und einer Brustwehr von 130 m Länge. Flankiert wurde die Hauptschanze von drei weiteren Schanzen. Im Südosten Schanze II, im Osten Schanze III, im Nordosten Schanze IV. Der Hauptschanze vorgelagert war ein Verhau. Doch trotz aller Schanzen gelang der französischen Armee die Einnahme des Steigerkopfes. Der preußische General Pfau fiel bei diesem Gefecht. Das "Pfauendenkmal" zeugt davon.

In der Mitte des Plateaus steht der Schweden-Stein; er erinnert an eine Schweden-Schanze aus dem Dreißigjährigen Krieg (1618 - 1648).

Am Ausgang des Plateau, nicht zu übersehen, steht das Österreicher-Denkmal. Es erinnert an die kurzzeitige Rückeroberung des Schänzels im Dezember 1795 durch Österreich. Doch trotz aller Bemühungen des europäischen Adels, die Folgen der französischen Revolution rückgängig zu machen, war die Pfalz bis zum Wiener Kongress (1815) 23 Jahre französisch und danach bis 1918 bayerisch.

Knapp 400 m entfernt, Richtung Benderplatz, befindet sich Schanze II. Die Schanze war pfeilspitzförmig angelegt und ausgebaut für drei Geschütze mit zwei Gräben und einer Brustwehr von 140 m Länge. Die Schanze II schützte die Südostflanke der Hauptschanze. Im Codex der "Pfälzer Rittersteine" ist sie als Nr. 62 verzeichnet.

Ab dem Benderplatz, eine Rastanlage, benannt nach Friedrich Bender (1869 - 1932), Gründer und langjähriger Vorsitzender des PWV-Edenkoben, führt der Weg hoch zum Schänzelturm auf den Steigerkopf (613 m).

Das Wegstück Benderplatz - Schänzelturm ist ein alter Grenzpfad der ehemaligen Haingeraiden. Es war die Grenze zwischen der 3. und 4. Mittelhaingeraide und die Waldgrenze zwischen Rhodt (3. Mittelhaingeraide) und Gommersheim (4. Mittelhaingeraide). Der gebogene Dreischenkel, das Grenzzeichen 4. Geraide und das spiegelverkehrte "S", Grenzzeichen der 3. Geraide, sind besonders auf den Bodenfelsplatten gut zu erkennen. Neben vielen Grenzmarkern auf der Wegstrecke finden sich auch zwei Felsplatten mit den Insignien der Regimenter "von Schladen" und "von Borck", eine Hinterlassenschaft der Schänzelkämpfe.

Ab ca. halber Wegstrecke zweigt ein kleiner Pfad ab, der nach 50 m zur Schanze III führt. Angelegt war die Schanze als gezogener Bogen; ausgelegt für zwei Geschütze mit zwei Gräben sowie einer Brustwehr von ca. 70 m Länge. Schanze III schützte die Südostflanke zum Modenbachertal hin.

Vom 1874 erbauten Schänzelturm, dem höchsten Punkt der Wanderung, verwöhnt ein Blick auf die Hügel des Wasgau.

An der Einfahrt zum Süd-Parkplatz der Lolosruhe befinden sich die "Fünf Steine". Bei diesem Frontstein handelt es sich um einen Versammlungsstein der 4. und 5. Mittelhaingeraide. Neben den Grenzzeichen zeigt der Stein auch viele Signiaturen der Funktionsträger in den Geraiden. Im Codex der "Rittersteine im Pfälzerwald" sind die "Fünf Steine" als Nr. 238 verzeichnet

 

Haingeraide

Die Haingeraide waren Waldgenossenschaften, entstanden ab der fränkischen Landnahme im frühen Mittelalter und aufgelöst ca. 1826. Sie galten als ein "Sonnenlehen", nur der Sonne, Gott und dem Kaiser verpflichtet. Der Sage nach sind die Geraiden eine Schenkung des fränkischen Merowinger Königs Dagobert II. (ca. 7 Jahrhundert) an seine Bauern am Haardtrand, die ihm in schwerer Bedrängnis beistanden und unter einem Weißdornbusch bei Frankweiler, der Dagobertshecke, vor seinen Feinden versteckten. Zwischen Wanzenau im Oberelsass und Bad Dürkheim gabe es 19 dieser Waldbezirke.

 

Hintergrund des 1. Koalitionskrieges 1792 - 1797

Nachdem die französische Revolution mit dem Sturm auf die Bastille im Juli 1789 volle Fahrt aufgenommen hatte, bekamen es die europäischen Monarchien, besonders Österreich und Preußen mit der Angst zu tun und schlossen sich zu einer Koalition gegen die neugegründete Französische Republik zusammen. Ziel war es die Auswirkungen einzudämmen bzw. rückgängig zu machen. Frankreich trat darauf hin die Flucht nach vorne an. Im Januar 1793 wurde Ludwig XVI. geköpft und den europäischen Mächten der Krieg erklärt. Die Pfalz war wieder einmal, wie schon so oft Kriegsgebiet. Österreich und Preußen gegen Frankreich. Nach vielen Kämpfen hin und her endete das ganze Übel damit, dass das linke Rheinufer 1797 von Frankreich anektiert wurde. Dieser Zustand endete erst mit den Ergebnissen des "Wiener Kongress" (Sept. 1814 bis Juni 1815). Die Ergebnisse waren eine Neuordnung der Herrschaftsansprüche in Europa und eine erhebliche Reduzierung der deutschen Kleinstaaten. Noch 1789 gab es in der Pfalz über 40 Herrschaften und ab 1815 nur noch eine, den König von Bayern. Die Bayern-Regentschaft hatte Bestand bis 1918, als die Ergebnisse des 1. Weltkrieges die Würfel wieder neu mischten.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

DB Edenkoben, Wanderbus 506 (Mai bis Oktober an Sonn- und Feiertagen)

Anfahrt

A65, Ausfahrt Edenkoben, Richtung Edenkobener Tal

Parken

Wanderparkplatz Lolosruhe und/oder Wanderparkplatz Forsthaus Heldenstein

Koordinaten

DD
49.301390, 8.034460
GMS
49°18'05.0"N 8°02'04.1"E
UTM
32U 429805 5461409
w3w 
///beruhigung.freudige.rüssel
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Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Wanderkarte Urlaubsregion Edenkoben, Pocket Map, Maßstab 1 : 20 000, erhältlich im Tourismusbüro SÜW Edenkoben e.V.

Ausrüstung

Für unsere Wandertouren empfehlen wir die folgende Ausstattung als Standard:

  • Festes Schuhwerk
  • Dem Wetter angepasste Kleidung
  • Sonnen- und Regenschutz
  • Ausreichender Vorrat an Essen und Getränken, da nicht überall Einkehr- oder Einkaufsmöglichkeiten vorhanden oder geöffnet sind.
  • Auch wenn die Wege durchgehend sehr gut markiert sind, empfiehlt es sich aus Sicherheitsgründen immer eine geeignete Wanderkarte mitzuführen, so dass Sie zum Beispiel bei einem Gewitter oder einem Notfall schnell in einen sicheren Bereich finden.

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Achim Rummel
03.01.2018 · Community
Ein netter kurzer Rundweg mit einer herrlichen 360 Grad Aussicht vom Schänzelturm.
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Schwierigkeit
mittel
Strecke
7 km
Dauer
2:05 h
Aufstieg
151 hm
Abstieg
151 hm
Höchster Punkt
607 hm
Tiefster Punkt
459 hm
Rundtour aussichtsreich kulturell / historisch botanische Highlights faunistische Highlights

Statistik

  • Inhalte
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Funktionen
2D 3D
Karten und Wege
  • 2 Wegpunkte
  • 2 Wegpunkte
Strecke  km
Dauer : h
Aufstieg  Hm
Abstieg  Hm
Höchster Punkt  Hm
Tiefster Punkt  Hm
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