Blick auf Auen

Review

Vitaltour Willigisweg

Details

Michael Wurch

December 15, 2020 · Community
Wirklich tolle Vitaltour – Eine der Besten bisher! Bis aus eine, vielleicht zwei Stelle(n) eindeutig ausgeschildert, relativ wenig, gerade so ausreichend Bänke unterwegs. Diese anspruchsvolle Tour an einem schönen kalten Novembermorgen (Start bei -1 Grad) war eine echte Bereicherung in unserem umfangreichen Wanderportfolio. Einkehrmöglichkeiten direkt am Weg keine, außer vielleicht in Auen – aber nach ca. 1,5 km einkehren… - da hätte ich dann keine Lust mehr, weiter zu wandern. Gestartet am Parkplatz bei der Kneipp-Anlage Auen sind wir (im Uhrzeigersinn laufend) direkt rüber zur Willigiskapelle auf einem schönen kleinen Friedhof. Vielleicht waren wir auch nur zu früh – die Kapelle war leider verschlossen. Und, was zu unserem Unverständnis in einer Bewertung bemängelt wurde, liegt diese Kapelle nicht abseits des Weges (klingt irgendwie weiter weg), sondern am Weg (nur ein paar Bäume dazwischen). Wer 19,6 km laufen kann, der sollte mit diesen 30-40 Metern Zuweg auch kein Problem haben. Von der Kapelle weg geht es nun weiter nach Auen. Am Anfang geht es ziemlich direkt und noch vor dem auf der OA-Karte angezeigten Weg runter zum Aubach. Durch Auen durch folgt dann ein Anstieg. Auch hier eine kleine Unstimmigkeit zwischen diesem OA-Routing und der tatsächlichen Wegführung. Man geht nicht in der folgenden Links-Kurve geradeaus, sondern geht diese Kurve mit und zweigt erst danach nach rechts ab. Nun geht es weiter bergan bis auf den Rabenkopf. Hiernach folgt der Abstieg nach Langenthal. Zwei Abschnitte, ein kurzer im Wald nach einer Wegkreuzung sowie jener, etwas längere Teilabschnitt nach Verlassen des Waldes, sind hierbei besonders steil. Nach Überquerung der L229 geht es nun ein Stückchen dem Gaulsbach entlang (toll - unsere Seite schmale Feldspur, dann der "wilde" Bach, am anderen Ufer steil aufragender Fels). Dann folgt ein Anstieg, welcher nicht nur in warmen Tagen schweißtreibend sein kann, ohne dass er absolut steil wirkt. Der folgende Abstieg zum Seesbach, dessen Einstieg zwar für mich, aber nicht für meine Begleitung auf Anhieb zu erkennen war (wahrscheinlich, weil auch etwas „Weitblick“ erforderlich ist), ist wieder ziemlich steil und die Wegführung auf Grund des vielen Laubes auch nicht immer direkt erkennbar. Was den Einstieg in diesen Abstieg betrifft, kann man somit mit der Bewertung von Herrn Gerlach vom 10.06.20 konformgehen – etwas schwierig. Nachbesserung wäre hier zu empfehlen. Unten nun angekommen, geht es durch das schluchtenähnliche Seesbachtal (Kleb) gemäßigt aber stetig aufwärts, bis wir den Rand des gleichnamigen Ortes erreichen. Nun auf offener Fläche geht es, sehr bald dann auf Wiesenwegen zickzack und im leichten Auf und Ab um den Ort herum bis zum Friedhof mit der Semendiskapelle. Auch diese war leider verschlossen. Was die vorherigen Wiesenwege betrifft, so war wohl kurz vor unserer Tour hier viel gemäht worden, so das wir uns leider nicht mehr sicher waren, was noch Weg ist und was nicht. Aber letztendlich hat alles gepasst, zumal in der Ferne immer ein Pfosten mit der nächsten Markierung sichtbar war. Auch nach dem Friedhof geht die Umrundung von Seesbach weiter, vorbei am Sportplatz, bis wir wieder in den Wald eintreten. Diese lange Umrundung von Seesbach ist durchaus schön, kann aber auch ermüdend und vielleicht auch einen Hauch von langweilig wirken – dabei ist sie auch Erholung nach den bisherigen Auf- und Abstiegen. Nun geht es über Waldfriede weiter entlang des Steinbaches zur K17. Diese wird überquert und bald hat man den – für uns – Höhepunkt der Tour erreicht – die Schinderhanneshöhle im Räuberwald. Toll auch die Rastmöglichkeit hier – ein phantastisches Ambiente. Nach der Rast weiter durch den Räuberwald entlang des Kieselbaches, welcher später in den Hoxbach übergeht. Im folgenden Anstieg führt uns das Routing tendenziell immer gerade aus, was praktisch aber nicht (mehr) möglich ist. Einfach den erkennbaren Weg in zwei Kehren folgen und schon geht es über die L229 dann wieder auf offenes Gelände. Und wieder Wiesenwege zickzack zum Fuchshof, Erst wieder ein Abstieg, dann erneut ein Aufstieg. Weiter oben macht der breite Weg einen Bogen nach rechts, für uns geht es aber auf schmalem Pfad geradeaus weiter – nicht unbedingt für jedermann gleich erkennbar. (Jetzt nicht unbedingt auf diese Stelle bezogen – aber ich erlebe es immer wieder, dass besonders lustige „Vögel“ meinen, sie müssten mal ein paar Pfosten ein bisschen verdrehen oder Schilder gleich ganz mitnehmen (Souvenirs halt.). Weiter zum Weg: Wir verlassen den Wald und schreiten nun über offene Fläche, etwas auch an einem Waldrand, zuerst relativ eben, dann im mäßigen bis leicht steileren Abstieg am Scharfenköpfchen vorbei zum Ausgangspunkt unserer Tour zurück. Tolle Tour Ende. Dieser Weg ist irgendwo zwischen mittel und schwer einzustufen. Schwindelfrei muss hier niemand sein – Trittsicherheit ist hier und da schon etwas gefordert, insbesondere an den sehr steilen Abstiegen (wenn man die Tour so rumgeht wie wir) und bei Nässe. Auch für uns, die wir nicht selten Touren zwischen 25 und 35 km erwandern, hat diese Tour durchaus einiges abgefordert. Definitiv werden wir diesen Weg nochmals gehen, dann vielleicht anders herum.
Completed this Route on November 06, 2020

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