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Graded short tour/Graded circular tour

Wispertalsteig

· 10 reviews · Graded short tour/Graded circular tour · Taunus
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  • Bruchsteintor im Wispertal
    / Bruchsteintor im Wispertal
    Photo: Wolfgang Blum, Wolfgang Blum
  • Katholische Kirche St. Nikolaus
    / Katholische Kirche St. Nikolaus
    Photo: Wolfgang Blum, Wolfgang Blum
  • Felskante mit Steinmann
    / Felskante mit Steinmann
    Photo: Wolfgang Blum, Wolfgang Blum
  • Wanderer auf Wiese am Wispertalsteing
    / Wanderer auf Wiese am Wispertalsteing
    Photo: Wolfgang Blum, Wolf
  • Ruine der Lauksburg im Wispertal
    / Ruine der Lauksburg im Wispertal
    Photo: Wolfgang Blum, Wolfgang Blum
  • Sauerborn im Werkerbachtal
    / Sauerborn im Werkerbachtal
    Photo: Wolfgang Blum, Wolfgang Blum
  • Wanderer am Saurierfels
    / Wanderer am Saurierfels
    Photo: Wolfgang Blum, Wolfgang Blum
Map / Wispertalsteig
0 150 300 450 600 m km 2 4 6 8 10 12 14 15,4 km Länge

Was dem Rhein recht ist, ist der Wisper billig. Beide haben einen Steig. Den am Rhein kennen inzwischen viele, zumindest Teiletappen davon. Der an der Wisper ist weit weniger bekannt. Aber trotzdem interessant. Die Wisper ist mit 29 Kilometern der längste rechte Nebenfluss des Rheins zwischen den Mündungen von Main und Lahn. Sie fließt durch ein tief eingeschnittenes wildromantisches Tal in einem der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands. Die Wisper gehört zu den Flüssen, in denen die Wiederansiedling der Lachse gelungen ist.

Der Wispertalsteig umrundet den Höhenluftkurort in einem großen Bogen mit mehreren Schleifen. Tief eingeschnittene Täler, verwunschene Wälder, stillgelegte Schieferstollen und faszinierende Fernblicke sorgen unterwegsf ständig für Abwechslung. Wer will, kann die Tour auf der Mehrholzer Höhe nach halber Strecke abbrechen und gemütlich ins Dorf zurückschlendern.

15.4 km
4:47 h
590 m
590 m
Die Wanderung startet direkt an der Dorflinde. Am Platz mit dem Brunnen finden wir das blaue geschwungene W des Wispertalsteiges, der uns rund um das Dorf begleitet. Ein kurzer steiler Anstieg im Kirchweg führt an der katholischen Kirche St. Nikolaus vorbei aus dem Dorf heraus in die freie Feldgemarkung auf der Hochebene. Wenige Meter später biegt die Route nach links ab und leitet zu einem Wasserbehälter. Hier haben wir gleich zu Beginn den höchsten Punkt des gesamten Weges erreicht. Die prächtige Rundumsicht präsentiert bei klarer Sicht den Großen Feldberg am Taunus, die Hallgartener Zange und die Kalte Herberge (mit 619 Metern höchster Berg des Rheingaus sowie den Franzosenkopf, den Salzkopf und den Kandrich im Soonwald auf der gegenüberliegenden Talseite des Rheines.

 Nachdem man die Aussicht genossen hat, bleibt der Wispertalsteig auf dem Plateau und führt am Rudolf-Korn-Sportgelände (heute Hundeplatz) zum nächsten Aussichtspunkt (Ruhebank). Aus dem Wald weit unterhalb der großen Wiese ragt die Ruine Rheinberg hervor, eine der „vergessenen“ Burgen des Rheingaus abseits des Rheins. Von dem bereits 1170 errichteten Lehensitz der Rheingrafen sind der Burggraben, mehrere Mauerreste und ein Teil des Bergfriedes erhalten. Etwas näher zum Betrachter liegen die beiden übrigen Lorcher Höhengemeinden Wollmerschied und Ransel.

 Die Route biegt an einem markanten Kirschbaum nach halblinks ab und läuft nun am Rande der Wiese entlang in einem großen Bogen nach links. Sie begleitet den Waldrand an einem Hochsitz vorbei bis einer Telefonleitung. Hier weisen die Markierungen scharf nach rechts in den Wald hinein. Von nun an geht es auf dem breiten Waldweg stetig bergab. An der nächsten Rechtskurve heißt es aufpassen: Wer dort knapp 100 Meter geradeaus läuft, gelangt zum sogenannten Saurierfels. Mit ein wenig Fantasie kann man das urtümliche Tier in der Felsformation erkennen.

 Zurück auf dem Hauptweg geht es weiter gemächlich bergab. Nach knapp 500 Metern schert der Wispertalsteig kurz nach rechts aus und führt zu einer ehemaligen Schieferhöhle. Sie erinnert daran, dass nicht nur im Rheintal, sondern auch in den Seitentälern über Jahrhunderte hinweg Schiefer abgebaut wurde. Mutige können mit einer Taschenlampe ein Stück in die Höhle hineinlaufen.

 Wieder am Tageslicht, sind es nur noch wenige Meter bis zum Sauerbornbach. Die Route biegt nach links ab und folgt dem Bachgraben, der zugleich die Landesgrenze zwischen Hessen und Rheinlan-Pfalz markiert, abwärts. Nach etwa einem Kilometer sind am Hangfuß links zwei weitere Höhlenmünder zu erkennen, in denen ebenfalls Schiefer abgebaut wurde. Heute nisten Fledermäuse in den dunklen Stollengängen. Keine 500 Meter danach mündet der Sauerbornbach am Forsthaus Werkerbrunnen in das Werkerbachtal ein. Hier haben wir den tiefsten Punkt der Tour erreicht und uns eine Pause verdient. Hartgesottene dürfen das eisen- und kohlensäurehaltige Wasser, das in dem überdachten Brunnen blubbert, gern probieren.

Aus dem engen Tal schert ein schmaler Pfad nach links aus und führt im Hang im Wald steil aufwärts. Im Aufstieg kommt er an einem kleinen ebenen Platz vorbei. Hier stand einst ein Kohlenmeiler, um Holzkohle zu erzeugen. Der knackige Anstieg aus dem Werkerbachtal dauert keine zehn Minuten. Der Pfad mündet auf einen breiten Waldweg ein, dem der Wispertalsteig nach rechts folgt. Die Route lehnt sich leicht ansteigend an den Hang an, passiert einen interessanten Schieferfels-Aufschluss, läuft ein kleines Seitentälchen aus und steigt schließlich in einem weiten Bogen zum Plateau der Mehrholzer Höhe auf. Dort trifft sie auf die Straße, die von Espenschied über den Küppel zum Pathfesterhof führt, einem landwirtschaftlichen Betrieb mit Pferdehof. Wer mag, kann die Tour hier unterbrechen und gelangt nach 20 Minuten ins Dorf zurück.

 An der Straße verspringt die Route wenige Meter in Richtung Espenschied und führt dann nach rechts über die Wiese hinunter zu einem querlaufenden Feldweg. Sie folgt ihm nach rechts in den nahen Wald und läuft unterhalb der Mehrholzer Höhe leicht abwärts. In einer scharfen Linkskehre lohnt ein Abstecher 100 Meter geradeaus zu einer Felsenklippe im Wald (mit Ruhebank), von der aus sich ein herrlicher Blick über das Wispertal öffnet.

 Nun kurz auf den Hauptweg zurück und auf ihm etwa einen Kilometer lang bergab bis zu einer T-Gabelung. Hier biegt der Wispertalsteig nach links ab und führt – erneut an einem interessanten Schieferaufschluss vorbei – einen knappen Kilometer weit leicht aufwärts. An der  nächsten Wegegabel schert die Route nach rechts aus und folgt einer kleinen Geländerippe abwärts. Nach einer scharfen Linkskehre gelangt man auf eine Wiese im Wald, wo eine zugewucherte breite Treppe sowie Mauerreste für Aufmerksamkeit sorgen. Hier standen einst Häuser des Reichsarbeitsdienstes. Die Männer, die darin wohnten, hatten den Auftrag, die Straße im Wispertal herzurichten.

 An der Wiese schlägt die Route eine Kehre nach rechts abwärts und erreicht schließlich nach einer Linkskehre einen gemauerten Torbogen im Wispertal. Wenige Meter oberhalb steht im Wald ein Ehrenmal, das an Gefallene erinnert. Gegenüber ragen auf einem Felsgrat die Reste der Ruine Lauksburg empor. Sie erscheint bereits 1390 als Lehen der Brömser von Rüdesheim. Ab dem 16. Jahrhundert verfiel sie und wurde im 30-jährigen Krieg endgültig zerstört. Zu ihren Füßen steht ein Fachwerkgebäude der ehemaligen Laukenmühle.

 Nun beginnt der Anstieg nach Espenschied. Anfangs geht es in dem engen Bachtal ein Stück steil aufwärts, bevor sich der Weg weiter oben etwas zurücklegt und nur noch gemächlich ansteigt. An einer Ruhebank verlässt der Wispertalsteig den engen Bachgraben und zieht in einer Kehre nach links in den Hang. Anfangs steil, später fast hangparallel gelangt man zu einer breiten Forstpiste, auf die der Wispertalsteig nach rechts einmündet. Der Weg führt leicht ansteigend im Wald bis an die Feldgemarkung von Espenschied heran, bevor man am Ende der Gartenfeldstraße auf die ersten Häuser des Ortes trifft. Knapp 200 Meter danach schert ein Wiesenpfad nach halblinks von der Straße aus und führt zwischen Häusern hindurch zur Dorfmitte zurück.

outdooractive.com User
Author
Wolfgang Blum
Updated: February 25, 2014

Altitude
424 m
173 m

Tips, hints and links

Städtisches Verkehrsamt Lorch am Rhein, Rathaus, 65391 Lorch, Telefon: 06726 / 1815, www.stadt-lorch-rheingau.de;

Heimatverein Espenschied e.V., Telefon: 06775 / 8277, www.wispertalsteig.de

Start

Dorfmitte Lorch-Espenschied (395 m)
Coordinates:
Geographic
50.112760, 7.904650
UTM
32U 421684 5551742

Destination

Dorfmitte Lorch-Espenschied

Public transport

ÖPNV-Bus von Lorch und Bad Schwalbach

Getting there

Im Rheintal auf der Bundesstraße 42 bis Lorch, dann im Wispertal bis zum Abzweig nach Espenschied und hinauf in das Dorf.

Parking

Im Dorfkern
Arrival by train, car, foot or bike

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Comments and ratings (11)

Achim Goedert
June 02, 2018
... eine schöne entspannende Tour ... Leider fehlten mir persönlich hier ein paar schmale Pfade... Die Aussichten sind toll !!!
Reviews
Done at
May 31, 2018
Photo: Achim Goedert, Community
Photo: Achim Goedert, Community
Photo: Achim Goedert, Community
Photo: Achim Goedert, Community
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Niklas E.
March 30, 2018
Sehr gut zu wandern. Mit einigen Höhen verbunden. Sehr zu empfehlen.
Reviews

Julia Gru
March 25, 2018
Reviews

Reviews
Distance
15.4 km
Duration
4:47 h
Ascent
590 m
Descent
590 m

Statistics

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