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Sentier de grande randonnée labellisé

Der Rheinsteig: Lorch bis Bonn

Sentier de grande randonnée labellisé · Taunus
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  • Von diesem Felsen soll die Nixe Loreley die Rheinschiffer bezaubert haben.
    / Von diesem Felsen soll die Nixe Loreley die Rheinschiffer bezaubert haben.
    Photo: © Klaus Rommel, © Klaus Rommel
  • ... und Burg Sterrenberg.
    / ... und Burg Sterrenberg.
    Photo: Wandermagazin
  • Erfrischend: das Wasser aus dem Sauerbrunnen.
    / Erfrischend: das Wasser aus dem Sauerbrunnen.
    Photo: Wandermagazin
  • Der Namensgeber dieser Burg war der Heilige Markus.
    / Der Namensgeber dieser Burg war der Heilige Markus.
    Photo: Holger Weinandt, CC-BY-SA-3.0, Outdooractive Editors
  • Die Burg Pflazgrafenstein wird auch "Die Pfalz" genannt.
    / Die Burg Pflazgrafenstein wird auch "Die Pfalz" genannt.
    Photo: Brühl, public domain, Outdooractive Editors
  • Die feindlichen Brüder: Burg Liebenstein ...
    / Die feindlichen Brüder: Burg Liebenstein ...
    Photo: Wandermagazin
  • / Die Burg Gutenfels steht auf einem Felssporn 110 m oberhalb der Stadt Kaub.
    Photo: Silke Hertel, Wandermagazin
  • / Die Burg Maus mit dem Rhein und dem kleinen Ort Wellmich.
    Photo: Silke Hertel, Wandermagazin
  • / Die Marksburg ist die einzige nie zerstörte Höhenburg am Mittelrhein.
    Photo: Silke Hertel, Outdooractive Editors
  • / Limes
    Photo: Stadt Bendorf, Stadt Bendorf
  • / Das Rheinsteig-Logo begleitet uns während der gesamten Tour.
    Photo: Hans Weingartz, GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Outdooractive Editors
0 150 300 450 m km 20 40 60 80 100 120 140 160 180 200 220 Burg Gutenfels Der Loreleyfelsen Burg Maus Ruppertsklamm Festung Ehrenbreitstein Limes / Römerturm Schloss Sayn Erpeler Ley Burg Vilszelt

Der Rheinsteig führt uns auf insgesamt 23 Etappen von Wiesbaden nach Bonn und durchläuft somit die drei Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen. Dabei erleben wir eine unvergleichliche Vielfalt an Landschaftsformen, geschichtsträchtigen Bauwerken und Schauplätzen sowie viele kulturelle Höhepunkte. Die 320 km teilen wir uns dabei in kurze Tagesetappen auf, bei denen wir jeden Tag aufs Neue die Schönheit und Mannigfaltigkeit des Rheintals erleben.
moyen
232,6 km
76:30 h.
8221 m
8250 m
Die 6. Etappe des Rheinsteigs beginnt in Lorch und markiert den Übergang zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz.
Zwischen Lorch und Bonn wechseln sich auf jeder einzelnen Tagestour historische Orte, Burgen und Schlösser, Weinberge, Wälder und atemberaubende Ausblicke ab. Wir wandern durch die stillen Wälder des Siebengebirges, durch verwinkelte Weinberge im Rheingau und genießen dabei immer wieder spektakuläre Ausblicke auf das Rheintal. Zwischen Bingen und Koblenz gibt es 40 Burgen, Schlösser und Festungen zu entdecken und in Bendorf-Sayn wandeln wir auf den Pfaden der Römer, wenn wir den Limes mit ehemaligen römischen Grenzbefestigungen erkunden. Auch die Ursprünge des Weinbaus und der mühsam errichteten Terrassen gehen auf die Römer zurück. Neben Naturerlebnissen bieten sich uns am Mittelrhein und im Rheingau die Gaumenfreuden dieser Weinbaugebiete. Weitere Highlights der 18 Etappen zwischen Lorch und Bonn sind der Felsen Loreley bei Sankt Goarshausen, die Festung Ehrenbreitstein in Koblenz-Ehrenbreitstein, der Drachenfels und natürlich die Beethovenstadt Bonn, wo der Rheinsteig offiziell endet.

Conseil(s) de l'auteur

Besonders schöne Flora findet man vor allem im Rheintal im Frühling und Herbst.
outdooractive.com User
Auteur
Maresi Kachler
Mise à jour: 29.12.2016

"Chemin premium selon ""Deutsches Wandersiegel"""
Difficulté
moyen
Technicité
Condition physique
Expérience
Paysage
Point le plus élevé
366 m
Point le plus bas
47 m
Meilleure période pour cette activité
janv.
févr.
mars
avr.
mai
juin
juil.
août
sept.
oct.
nov.
déc.

Consignes de sécurité

Auf einigen Steilstrecken und vor allem bei nasser Witterung sind Wanderstöcke hilfreich. Bei Regenwetter kann es auf den naturbelassenen Wegen teilweise matschig werden.

Équipement conseillé

Der Jahreszeit und dem Wetter entsprechende Ausrüstung, sowie festes Schuhwerk mit Profilsohle, Mütze, Regenschutz, Karte, Tagesproviant. Die Wanderungen auf dem Rheinsteig können bei jedem Wetter durchgeführt werden.

Départ

Lorch (77 m)
Coordonnées:
Géographique
50.043934, 7.802583
UTM
32U 414263 5544202

Arrivée

Bonn

Itinéraire

Etappe 6: Lorch bis Kaub

Wir starten an der Wisperbrücke in Lorch, wo wir eine Kirche besichtigen können, die gleich zwei Kunstschätze birgt: den Schnitzaltar und die Orgel. In der Orgel soll immer eine Weinflasche zwischen den Orgelpfeifen versteckt sein, damit der Organist keinen Durst leiden muss. Nach der Erkundung der Kirche steigen wir zum Nollig auf, ein Festungsturm, welcher einst zur Stadtmauer gehörte. Hoch über dem Rhein wandern wir dann weiter durch Weinberge zur Clemenskapelle und ins Retzbachtal, bis wir zurück im Vorderhang des Rheintals einen Aussichtsplatz mit Ruhebank erreichen. Nun ist es nicht mehr weit bis zur Wirbellay, wo sich uns ein herrlicher Blick auf Bacharach mit seiner imposanten Ruine Wernerkapelle und der mächtigen Burg Stahleck eröffnet. Im Niederthal standen einst die Galgen des Mainzer und die des kurpfälzischen Hochgerichtes. Heute stehen hier eine Infotafel und ein Grenzbuch des Grenzvogts, in das wir unsere Eindrücke eintragen können. Anschließend geht es auf dem „Paul-Claus-Pfad“ in Serpentinen steil bergan. Nach einem Schlenker über das Volkenbachtal und die Burg Gutenfels sehen wir in der Mitte des Rheins bereits die Burg Pfalzgrafenstein, eine der wenigen nie zerstörten Burgen im Oberen Mittelrheintal. Wir sind in Kaub angelangt, wo wir diese Tagesetappe beenden.

Etappe 7: Kaub bis St. Goarshausen

In Kaub beginnen wir die längste Etappe mit den meisten Höhenmetern – wie sollte es anders sein – mit einem steilen Aufstieg nach Dörscheid. Nachdem wir dort angelangt sind, werden wir an mehreren Aussichtspunkten für die Anstrengungen belohnt. Den besten Blick bietet der Rossstein gegenüber von Oberwesel. Es folgt ein Stück Waldweg, vorbei an der Alten Burg, bis wir einen weiteren Aussichtspunkt erreichen, von dem man den Waldtempel sehen kann. Nachdem wir den Bornichbach überquert haben, warten bereits die nächsten zwei Aufstiege auf die Felsenkanzel und den Spitznack, um gleich darauf eines der Highlights des gesamten Rheinsteiges zu erreichen: 125 m über dem Normalpegel des Rheins erwartet uns der sagenhafte Felsen Loreley, der schon seit dem Mittelalter ein berüchtigter Ort ist, nicht zuletzt weil er bis heute als gefährliche Stelle für die Schifffahrt gilt. Clemens von Brentano war es, der 1801 der holden Lore auf dem Felsen Ley Leben einhauchte. Heinrich Heine nahm 1824 das Thema der Nixe Loerley auf, die mit ihrer schönen Stimme die Rheinschiffer anlockte, so dass diese unachtsam wurden und ihre Schiffe am Felsen zerschellten. Nicht weit vom Felsen können wir das Besucherzentrum mit Museum und Mystikraum besichtigen. Unsere Tour endet hier noch nicht, sondern führt uns weiter aufwärts nach Heide, wo wir noch zum Patersberg aufsteigen und zum Abschluss den Dreiburgenblick genießen können.

Etappe 8: St. Goarshausen bis Kestert

Vom Friedhof in St. Goarshausen im Hasenbachtal führt uns der Weg anfangs steil aufwärts bis zu einem Sendemast. Hier genießen wir den herrlichen Blick auf Burg Katz. Es folgt ein Abstieg zum nächsten Ziel, der Burg Maus, die einen Adler- und Falkenhof beherbergt, wo von Frühjahr bis Herbst Greifvögel im freien Flug vorgeführt werden. Wir steigen weiter ab nach Wellmich und folgen ab hier einem Lehrpfad, der die Erinnerung an die „Grube der Guten Hoffnung“ wach hält. Dies war der Name eines Tunnels, den Bergleute in 136 m Tiefe unter dem Rhein hindurch sprengten, um zur Erz-Aufbereitungsanlage zu gelangen, die am anderen Rheinufer lag. Auf dem Bergbau- und Landschaftspfad erfahren wir einiges über die Tradition des Bergbaus und lernen einheimische Pflanzen und Tiere kennen. Der Weg führt uns nun zur Schutzhütte auf dem Sachsenhäuser Feld und wieder hinab in den Grund des Ehrentaler Baches. Wir folgen den Schildern in Richtung Oberkestert, wandern jedoch nicht hinunter, sondern weiter nach Kestert, wo das Ziel dieser Etappe liegt.

Etappe 9: Kestert bis Osterspai

Die Etappe zwischen Kestert und Osterspai beginnt mit einem anstrengenden Aufstieg zum Aussichtspunkt an der Hindenburghöhle und weiter bis nach Lykershausen. Dort wandern wir weiter über freies Feld bis zu einem Wald, in dem man besondere Tiere sehen kann. In einem großflächig umzäunten Gebiet leben hier Exmoorponys und südafrikanische Burenziegen, die durch das Abweiden des Gestrüpps zur Landschaftspflege beitragen. Nach einer kurzen Rast geht es hinab zur Loreley-Burgen-Straße im Bornhofer Bachtal, von wo aus wir eine Bohlentreppe hinauf klettern. Nachdem wir die 82 Stufen erklommen haben, laufen wir weiter auf einem steilen Serpentinenpfad. Weiter geht es auf einem Hangweg, bis wir auf die „Allee der Bäume“ treffen. Hier wird seit 2002 jedes Jahr am 25. April ein neuer Baum gepflanzt.  Wir wandern anschließend bis zum Kamphauser Feld und zum Pavillon mit Blick auf Boppard. Hier machen wir uns schließlich an den steilen Abstieg nach Filsen und weiter bis nach Osterspai, wo die Tour endet.

Etappe 10: Osterspai bis Braubach

Diese Tagesetappe startet in Osterspai, dem einzigen rechtsrheinischen Ort, der Nordhänge zu den Ufern des Stromes entsendet. Der Rhein macht hier eine Doppelschleife und schlägt zwei 180-Grad-Kehren. Dadurch entsteht ein inselartiger Hang, um dessen erste Ecke Osterspai liegt. Vom Bahnhof aus gelangen wir in 15 Minuten zum Rheinsteig, der am Wanderparkplatz Alter Ellig in den Rheinhöhenweg einmündet. Auf diesem wandern wir nun zu einem Ort, an dem im Mittelalter wahrscheinlich Hexenverbrennungen stattgefunden haben, dem Hexenköpfel, um gleich darauf zum Pilgerweg zum Kloster Bornhofen zu gelangen. Nach dessen Besichtigung gehen wir zurück zum Vorderhang des Rheins und auf das nächste Ziel zu, den Sauerbrunnen beim Dinkholder Bach. Aus dem Jahr 1565 gibt es eine Analyse, die dessen Wasser „für den täglichen Trunk, um die Nachwirkungen gestriger Trunkenheit aufzulösen“ empfiehlt. Hier können wir uns für den nächsten steilen Aufstieg stärken. Von dort haben wir einen herrlichen Blick auf die Marksburg hinüber zum Lusthäuschen. Über Serpentinen wandern wir auf einem schmalen Pfad zurück über den Zecherweg zur Bahnstraße. Zum Abschluss des Wandertages empfiehlt sich noch ein Besuch der Marksburg, die einzige nie zerstörte Höhenburg am Rhein.

Etappe 11: Braubach bis Lahnstein

Im Städtchen Braubach, über das die Marksburg wacht, beginnen wir diese Etappe. Die Burg wurde zwar mehrfach belagert, blieb aber verschont und unzerstört. Wir können die Tour vom Bahnhof aus starten, wo der „Grubenweg“ als schmaler Pfad hinter den Häusern verläuft und in die Kerkertser Straße einmündet. Hier beginnt der Anstieg zum Aussichtspunkt Kerkertser Platte, hinauf zu einem Wiesenplateau, von wo aus wir nach Einmuth wandern. Das Schlierbachtal aufwärts gehen wir weiter zum Ernst-Wagner-Park am Kurzentrum, der von einem großen Hotel beherrscht wird. Wir folgen der Route in Richtung „Ruppertsklamm“ ins Tal der Lahn hinunter und überqueren den Fluß über eine Brücke hinüber ans rechte Ufer. Wir marschieren noch ein Stück weiter auf einem Radweg lahnabwärts, bis wir die Hochbrücke der B260 erreichen, wo der Rheinsteig nach rechts abbiegt und wir hier unsere Etappe für heute beenden.

Etappe 12: Lahnstein bis Koblenz-Ehrenbreitstein

Der Ort Lahnstein, der genau an der Stelle liegt, wo Rhein und Lahn aufeinander treffen, markiert den Beginn unserer Tour. Mehr als die Hälfte der Gemeindefläche ist von Wald bedeckt und gehört zum Naturpark Dassau. Wir beginnen mit dem Aufstieg zum Ruppertskamm, der an schwierigen Stellen mit Seilen gesichert ist. Der Pfad wird von steilen Felsen gesäumt und führt uns hinauf, wo der Rheinsteig uns auf einem Forstweg in Richtung Rheintal zurückführt. Von hier hat man einen Blick auf die Klosterkirche, Burg Lahneck, Schloss Stolzenfels und auf die Lahn. Weiter geht es steil bergan, bis zum 320 m hohen Lichterkopf. Vom Aussichtsturm blicken wir auf die Festung Ehrenbreitstein herunter. Nach kurzer Rast gehen wir weiter über die Dornswiese, zwischen Buchen hindurch, über die alte Heerstraße, durch den Wald bis zur Wiese Wachecker Kopf. Im Geländegraben des Bienhornbaches erkennt man noch die Weinbergterrassen, die bezeugen, dass in diesem idyllischen Tal bis 1950 Rotwein angebaut wurde. Über den Schiffslehrpfad, der uns über Schiffstypen, Rheinausbau und das Leben am Strom informiert, gelangen wir flussabwärts, bis wir schließlich die Uferpromenade von Koblenz-Ehrenbreitenstein erreichen.

Etappe 13: Koblenz-Ehrenbreitstein bis Vallendar

Wir beginnen die Tour mit der Besichtigung der Festung Ehrenbreitstein, von der man seit 2005 dank Ausgrabungen weiß, dass sie bereits im Jahr 1.000 n.Chr. gegründet wurde. Anschließend gelangen wir dann auf den Rheinsteig und können von hier aus Rhein, Koblenz und das Deutsche Eck überblicken. Am Ende eines Sportplatzes laufen wir über die Greiffenklaustraße, zur Niederberger Höhe, über einen weiteren Sportplatz in Richtung der Ortschaft Urbar, die unterhalb des Festungsgrabens liegt. Dahinter beginnt das Mallendarer Bachtal, wo wir der Straße bis zum Ortseingangsschild von Urbar folgen und nach rechts in den Mallendarer Weg einbiegen. Wir laufen dem Rheinsteig entlang, überqueren eine Kreisstraße, über eine Tennis-Anlage und hinein in die Sebastian-Kneipp-Straße. Im Talgrund folgen wir dem Spazierweg zum Bischofsbour. An dieser Stelle soll ein Bischof nach erfolgloser Jagd derart geflucht haben, dass sich die Erde öffnete und ihn verschlang. Gleich darauf tat sich der sprudelnde Quell auf. Wir folgen dem Wambach, an einer Schule vorbei und wandern zum Schluß noch durch Gärten, bis wir das Ziel dieser Etappe, Vallendar, erreichen.

Etappe 14: Vallendar bis Sayn

Bevor wir die Tour starten, lohnt sich ein Besuch in der Altstadt von Vallendar mit den vielen schönen Fachwerkhäusern rund um den Rathausplatz. Dann kann es losgehen und wir verlassen über die Kirchstraße die Stadt. Bald erreichen wir auf einem leicht ansteigenden Pfad das Restaurant zum Mühlenhof, wo sich Goethe 1774 zu seinem Gedicht „Heidenröslein“ inspirieren ließ. Vom Wüstenhof geht es hinab zur Schnatzenmühle und im Talgrund wieder aufwärts. Wir folgen immer weiter den Wegmarkierungen und gelangen bis ins Wenigerbachtal, vorbei am Gussie-Adenauer-Haus und weiter zum Meisenhof. Schließlich gelangen wir zum Römerturm auf dem Pulverberg, auf dessen Wachturm wir die Fernsicht genießen. Weiter geht es ins Brexbachtal, am Viadukt vorbei hinauf zur Oskarhöhe, bis zur Burg Sayn, der Stammburg der Sayner Grafen. Von dort haben wir einen schönen Blick bis zur Vulkaneifel. Zum Schluss geht es vorbei an der Falknerei und schließlich zum Schloß mit Schmetterlingspark, welches bereits das Ende dieser Tagesetappe markiert.

Etappe 15: Sayn bis Rengsdof

Das Schloss Sayn, das am Fuße der Burg Sayn liegt, wurde Mitte des 19. Jahrhunderts vom französischen Architekten F. J. Girard, dem späteren Chefintendanten des Pariser Louvre, im neugotischen Stil erbaut. Zur gleichen Zeit entstand auch der Schmetterlingsgarten. Nach der Erkundung exotischer Schmetterlingsarten sowie tropischer Pflanzen und Vögel geht es auf der Koblenzer-Olper-Straße mit unserer Tour los nach rechts bis zur Berliner Straße. Die Route folgt bald ein Stück dem Rheinhöhenweg in den Wald zur Bismarckhöhe und zum Neuwieder Zoo, in dem mehr als 1500 Tiere aus heimischen Regionen und entlegenen Ländern leben. Von hier aus wandern wir weiter bis zum Ende des Vogellehrpfades auf den Kuckuksberg, weiter in Richtung Heimbach-Weis, bergab zum Schnepfenteich und zum Haus am Pilz. Nun geht es hinunter ins Aubachtal und dann wieder hinauf im Wingertsberg, wo man heute noch Spuren des Limes und eine Rekonstruktion der Wehranlage und eines Römerturms entdecken kann. Wir laufen weiter durch dichten Tannenwald nach Rengsdorf, dem Endpunkt dieser Etappe.

Etappe 16: Rengsdorf bis Leutesdorf

Von Regensdorf bis Leutesdorf führt uns die Route durch Hochwald, Täler und gepflegte Streuobstwiesen in einer Schleife um den Industriestandort Neuwied herum und entfernt sich dabei am weitesten vom Ufer des Rheins. Wir starten mit einem Abstieg ins Tal des Völkerwiesenbaches, bis es in Serpentinen wieder hinauf zur Kapelle St. Castor geht und weiter zu einem Römergraben mit Wallsystem, dem wir bis zu seinem Ende an einem Tennisplatz entlanglaufen. Hinter dem Aussichtspunkt Schauinsland gehen wir wieder steil hinab ins Laubachtal, zum Almblick mit Aussicht auf eine Schleife der Wied. Kurz darauf lohnt sich ein Abstecher zum Wasserfall, der über 20 m in Stufen hinabplätschert. Nächstes Ziel ist die Burg Altwied, bis 1653 Stammsitz der Grafen von Neuwied. Indem wir weiter der Wegmarkierung des Rheinsteigs folgen, gelangen wir schließlich abwärts zum Buchbach und weiter in Richtung Feldkirchen. Am Ende der Tour erwarten uns am Hüllenberger Stolperstein noch schöne Aussichten auf Andernach und Leutesdorf, wo die Etappe endet.

Etappe 17: Leutesdorf bis Rheinbrohl

Diese Etappe führt uns auf dem Weinbergweg, beginnend im traditionellen Weinbauort Leutesdorf. Gleich am Anfang geht es bergauf in Richtung „Sonnenweg – Windhäuser Hof“, weiter bis zum „Haus Vogelsang“, biegen dort nach links in Richtung Leutesdorf ab und folgen dem „Edmund Hüttenweg“ zum Naturfreundehaus „Edmund-Hütte“. Hier oben haben wir eine traumhafte Aussicht. Nach einer kurzen Kletterpartie führt uns die Route auf den Apfellehrpfad durch Streuobstwiesen, wo wir etwas über den traditionellen Obstanbau erfahren. Bald geht es dann durch offene Wiesenlandschaft, an der oberen Weinbergskante entlang und schließlich abwärts zum Bachhof im Mühlbachtal. Während wir durch Weinberge wandern, bietet sich der Besuch in einer der vielen Straußenwirtschaften an. Nach dem gemütlichen Teil folgt wieder ein steiler Aufstieg zur Ruine Hammerstein, die auf einem 196 Meter hohen Felskegel errichtet ist und die erste Rheinländische Spornburg darstellt. Danach laufen wir wieder hinunter in den Talgrund des Hammersteiner Baches über den Annahof zur Rheinbrohler Ley mit Aussichtspavillon und Blick auf das Hammersteiner Werth. Auf einem Wiesenweg, vorbei an einem Ehrenmahl für Gefallene, erreichen wir schließlich das Etappenziel Rheinbrohl.

Etappe 18: Rheinbrohl bis Leubsdorf

Wir starten in Rheinbrohl, wo einst der erste Limesturm der über 500 km langen Grenzbefestigung der Römer stand. Nach dem Aufstieg zum Haus Bergfriede gelangen wir durch den Wald auf einem Geländerücken zur Adenauerhütte. Weiter geht es ins Bahlsbachtal und ein Stück am Nordic-Walking-Fitness-Park Ahr-Rhein-Eifel entlang. Durch ein Wohngebiet und Weinbergsgelände wandern wir über dem Rheintal mit schöner Aussicht auf Bad Hönningen sowie Bad Breisig zum Hönninger Schlossberg und weiter bis zum Schloss Arenfels. Dieses wird auch „Schloss des Jahres“ genannt, da es 365 Fenster, 52 Türen und zwölf Türme hat. Nach dessen Besichtigung wandern wir noch an zwei verschiedenen Aussichtspunkten vorbei, bis wir schließlich Leubsdorf erreichen.

Etappe 19: Leubsdorf bis Unkel

Leubsdorf besitzt eine 1300-jährige Weinbautradition, an die die Leubsdorfer mit einem Winzerfest am letzten Wochenende im September erinnern. Heute finden sich hier nur noch vereinzelt Weinreben, doch der Charme dieser Ortschaft ist ungebrochen. Der Rheinsteig führt uns auf einem Terrassenweg höhengleich um den Geiersberg herum, wobei es immer wieder schöne Ausblicke zu erhaschen gibt. Über Dattenberg mit der romanischen Kreuzpfeilerbasilika „Zu den heiligen Schutzengeln“ geht es dann weiter hinab zur Kriegergedächtniskapelle. Wir wandern vorbei am Friedhof und den ehemaligen Burgen Metternich und Dattenberg, bis es schließlich hinab nach Linz geht. Vom Linzer Marktplatz aus gehen wir wieder hinauf zur Burg Ockenfels, vor deren Tor wir der Route nach rechts, über eine Wiese, wieder zurück zur Ortschaft, folgen. Hinter Kasbach wandern wir hinauf zur Erpeler Ley und weiter zur Kuppe des Stux. Kurz darauf erreichen wir Unkel.

Etappe 20: Unkel bis Bad Honnef (über Zuweg Jugendherberge)

Vom Bahnhof aus wandern wir ins Hähnerbachtal, wo der erste Aufstieg beginnt. Die Route führt uns über den Campingplatz Bruchhauser Heide, weiter am Ehrenfriedhof von Bruchhausen vorbei und zum Marienberg. Von hier aus geht es zunächst hinunter ins Breitbachtal und von dort aus wieder hinauf zum „Auge Gottes“. Wir laufen vorbei an einem Gedenkkreuz für Bergleute, an den verborgenen Resten einer früheren V-1-Abschussrampe, um schließlich den Bildstock Auge Gottes zu erreichen. Diese Tafel mit der Aufschrift „Ein Auge ist, was alles sieht, auch was in dunkler Nacht geschieht“ wurde errichtet, um die Holzdiebe abzuschrecken, mit denen die Waldbesitzer früher oft zu kämpfen hatten. Vom Rastplatz Barbarahütte aus lohnt sich ein Abstecher zum Leyberg, von dessen Kuppe sich uns ein herrlicher Blick über Drachenfels eröffnet. Zum Schluss geht es im Wald hinunter bis zum Mucherwiesental, am Rheinhöhenweg entlang, zur Jugendherberge und weiter bis nach Bad Honnef.

Etappe 21: Bad Honnef bis Königswinter

Ziel dieser Etappe ist der sagenumwobene Drachenfels, von dem sich ein atemberaubender Ausblick auf das Rheintal und bei gutem Wetter bis zum Kölner Dom bietet. Der Aufstieg erfordert einiges an Kondition. Wir können aber auch mit Deutschlands ältester Zahnradbahn zum Gipfel gelangen.
Wir beginnen am Bahnhof Bad Honnef, gelangen durchs Mucherwiesental auf den Rheinsteig, wandern um den Wingstberg herum, folgen einem Pfad zum Wanderparkplatz Schmelztal und schließlich zu einem Regenrückhaltebecken im Ohbachtal, wo der nächste Aufstieg beginnt. Nach dem Aufstieg zum Löwenburger Hof lohnt sich ein Abstecher zu den Ruinen der Löwenburg auf der Kuppe des Berges. Vom Gasthaus folgen wir weiter dem Weg zum Friedhof im Rhöndorfer Tal, wo der Altkanzler Konrad Adenauer ruht. Nun führt uns der Rheinsteig weiter am Hang hinauf zum Aussichtspunkt am Ulanendenkmal, wo endlich der spektakuläre Aufstieg zum Drachenfels beginnt. Hoch oben thront die Ruine der Drachenburg. Durchs Nachtigallental wandernd oder mit der Bahn fahrend gelangen wir zurück ins Tal nach Königswinter.

Etappe 22: Königswinter bis Dollendorf

Vom Bahnhof Königswinter gelangen wir zum Schloss Drachenburg, welches oft als Versailles am Rhein gepriesen wird. Hier treffen wir auf den Rheinsteig, der uns zunächst hinauf zum Milchhäuschen, danach in einem langen Bogen um den Schallenberg herum und schließlich weiter bergan zum Aussichtspavillon auf dem Geisberg führt. Nach der Rast steigen wir wieder hinab zur Walter-Guilleaume-Hütte, weiter zum Mirbesbachtal, queren die Straße zwischen Königswinter und der Margarethenhöhe. Dort beginnen wir mit dem steilen Aufstieg zum Petersberg. Hier, auf einem der sieben markanten Gipfel der Region, wurde deutsche Nachkriegsgeschichte geschrieben. In dem Hotel, das später jahrzehntelang als Gästehaus der Bundesrepublik diente, wurde 1949 das „Petersberger Abkommen“ unterzeichnet, das die Souveränität der deutschen Republik einleitete. Die Route führt uns nun wieder hinunter, am Fritz-Rösing-Platz vorbei und zum Kloster Heisterbach, dessen weitläufiger Klosterpark mit der imposanten Chorruine eine Besichtigung lohnt. Kurz darauf gelangen wir zum Mühlental und weiter abwärts nach Niederdollendorf, wo wir diese vorletzte Etappe des Rheinsteigs beenden.

Etappe 23: Dollendorf bis Bonn

Die letzte Etappe des Rheinsteigs lässt uns zurück blicken auf die sieben Berge, auf die Regionen der Römer, auf das Welterbe Mittelrheintal und die Weinberge im Rheingau. Wir starten den Endspurt am Bahnhof Niederdollendorf, wandern ins Mühlenbachtal, weiter zum Aussichtsplatz Rheinblick. Von hier aus wandern wir auf der Route ein Stück vom Rheintal weg bis nach Oberkassel, hinauf zum Kuckstein. Der Weg verläuft jetzt entlang der Geländekante und beschert uns immer wieder schöne Ausblicke, besonders am Blauen See und am Dornheckensee. Diese ehemaligen Steinbrüche sind heute vollständig mit Wasser gefüllt und bieten Amphibien ein wichtiges Laichgewässer. Nachdem wir die Oberkasseler Straße überquert haben, beginnt der letzte Aufstieg zum Foveaux-Häuschen und schließlich hinab zur Brücke, über die Autobahn und zur Kirche von Küdinghoven. Schon bald gelangen wir nach Ramersdorf und zum Freizeitpark Rheinaue. Danach folgen wir der Route flussabwärts, überqueren erstmals den Rhein über die Kennedy-Brücke und erreichen das Etappenziel und somit das Ende des Rheinsteigs am Marktplatz Bonn.

En transports en commun

Accès par transports publics

Mit dem Zug nach Lorchhausen

Par la route

A66 bis Ausfahrt Mainz/Wiesbaden, weiter auf der B42 nach Lorch/Lorchhausen

Se garer

Parkmöglichkeit in Lorch
Y aller en train, en voiture ou en vélo


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Difficulté
moyen
Distance
232,6 km
Durée
76:30 h.
Dénivelé
8221 m
Dénivelé négatif
8250 m
Accès par transports publics Itinéraires à étapes Point(s) de vue Points de restauration Intérêt culturel/historique Intérêt géologique Intérêt botanique Intérêt biologique

Statistiques

: Hr.
 km
 m
 m
Point le plus élevé
 m
Point le plus bas
 m
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